Griechenland-Hilfen
CSU-Wirtschaftsflügel droht mit Ablehnung

In der Debatte um ein weiteres Hilfspaket für Griechenland meldet sich jetzt die CSU zu Wort. Sie pocht auf die Bedingungen, die der Bundestag beschlossen hat, und appelliert an die griechischen Kollegen.
  • 11

DüsseldorfDer CSU-Wirtschaftsflügel knüpft seine Zustimmung zu weiteren Griechenland-Hilfen an Bedingungen. „Wir wollen Griechenland helfen, aber Solidarität ist keine Einbahnstraße“, sagte der Obmann der Unions-Fraktion im Bundestagsfinanzausschuss und Vorsitzende der CSU-Mittelstands-Union, Hans Michelbach, Handelsblatt Online.

Der Bundestag habe für ein zweites Hilfspaket klare Bedingungen gestellt. Dazu gehörte auch die Beteiligung privater Gläubiger. „Ohne einen substantiellen Beitrag der privaten Gläubiger und ohne das positive Testat des IWF zur Schuldentragfähigkeit Griechenlands ist ein zweites Rettungspaket absolut nicht denkbar.“

Michelbach rief zugleich die griechische Politik zu gemeinsamem Handeln auf. „Das ist in der jetzigen Lage unter dem Aspekt der Vertrauensbildung außerordentlich wichtig“, sagte er. „Partner und Gläubiger müssen die Gewissheit haben, dass sich tatsächlich etwas tut.“

Die Euro-Finanzminister wollen am 3. Juli zu einer erneuten Sondersitzung zusammenkommen, um dann über ein zweites Hilfsprogramm für Athen zu beraten, an dem sich auf freiwilliger Basis auch private Gläubiger beteiligen sollen. Die Auszahlung von 12 Milliarden Euro aus dem bestehenden Hilfsprogramm für Griechenland steht noch aus.

Dietmar Neuerer
Dietmar Neuerer
Handelsblatt / Reporter Politik

Kommentare zu " Griechenland-Hilfen: CSU-Wirtschaftsflügel droht mit Ablehnung"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die CSU droht wieder und ihre Zustimmung ist sicher! Der deutsche Steuerzahler wird weitere Milliarden zur Verfügung stellen müssen. Unsere Politiker sollen die Renten meiner Landsleute mit unseren Renten vergleichen, mindestens 2 bis 3 Mal sind die Renten dort höher (es gibt sogar Mindestrenten).
    Das Land hat dringend einen Bankrott nötig, um auf dem Boden der Realität zu landen. Wer trägt die Verantwortung dafür, dass das 1. Hilfspaket gescheitert ist, unsere Politiker nicht?

    paratiro F/a.M.

  • "Manche begreifen es einfach nicht, dass sich die BRD seit vielen Jahren auf dem Rücken anderer Staaten durch astronomische Exportüberschüsse saniert."

    Wir sanieren uns also dadurch, dass wir Griechenland alle möglichen Güter auf Kredit geben, ohne dass diese Kredite zurückgezahlt werden? Wenn das so ist, würde ich Ihnen gerne Gelegenheit geben, mir Ihr Auto zu überlassen, damit Sie sich auf eben diese Art sanieren können.

    "Jeder VWL-Student lernt schon im ersten Semester, das dauerhafte Exportüberschüsse zum Kollaps führen."

    Auch das glaube ich nicht so recht, denn dann hätten sich die Deutschen nicht jahrzehntelang im Glanze des Titels "Exportweltmeister" gesonnt.

  • "Manche begreifen es einfach nicht, dass sich die BRD seit vielen Jahren auf dem Rücken anderer Staaten durch astronomische Exportüberschüsse saniert."

    Wir sanieren uns also dadurch, dass wir Griechenland alle möglichen Güter auf Kredit geben, ohne dass diese Kredite zurückgezahlt werden? Wenn das so ist, würde ich Ihnen gerne Gelegenheit geben, mir Ihr Auto zu überlassen, damit Sie sich auf eben diese Art sanieren können.

    "Jeder VWL-Student lernt schon im ersten Semester, das dauerhafte Exportüberschüsse zum Kollaps führen."

    Auch das glaube ich nicht so recht, denn dann hätten sich die Deutschen nicht jahrzehntelang im Glanze des Titels "Exportweltmeister" gesonnt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%