Griechenland
Pasok lehnt Unterstützung von Tsipras ab

Alexis Tsipras kann nicht auf die volle Unterstützung seiner Syriza-Partei zählen. Deshalb stellt Griechenlands Ministerpräsident eine Vertrauensabstimmung in Aussicht. Vorgezogene Wahlen werden immer wahrscheinlicher.
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AthenNach der konservativen Partei Neue Demokratie in Griechenland hat am Sonntag auch die sozialistische Pasok erklärt, sie werde Ministerpräsident Alexis Tsipras bei einer Vertrauensabstimmung nicht unterstützen. Tsipras war bei der Abstimmung über die von den Geberländern geforderten Reformen auf die Oppositionsparteien angewiesen, weil ihm zahlreiche Abgeordnete seiner Syriza-Partei von der Fahne gegangen waren. Das Reformpaket wurde vom Parlament angenommen. Durch die Syriza geht seitdem aber ein tiefer Riss. Tsipras stellte deshalb eine Vertrauensabstimmung Ende August in Aussicht. Verliert er sie, stehen dem Land vorgezogene Wahlen ins Haus.

Die Pasok erklärte am Sonntag, sie habe Tsipras bei seinem Reformprogramm nur unterstützt, um einen Ruin Griechenlands zu verhindern. Diese Unterstützung gelte aber nicht für eine Vertrauensabstimmung.

Die Pasok war einst die dominierende Kraft der griechischen Linken. Heute hat sie nur noch 13 der 300 Mandate im Parlament. Die Wähler hatten sie für den wirtschaftlichen Niedergang des Landes mitverantwortlich gemacht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Tsipras allein zuhaus
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    Jetzt will er, nachdem die erste Tranche von 26 Milliarden in Athen angekommen sind, eventuell, vielleicht, unter Umständen, die Vertrauensfrage stellen.
    Die böse ND und die böse Pasok wollen ihm aber ihre Stimme verweigern. In der Syriza hat er auch die Mehrheit verloren.
    Somit werden Neuwahlen immer wahrscheinlicher. Dann ist Griechenland wieder für Monate gelähmt. Alle bisherigen Absprachen sind dann null und nichtig.

    Aber das stört die Eurokraten nicht. Sie drängen Griechenland regelrecht die 86 Milliarden auf.
    Und siw sind sogar froh, dass der IWF nicht mit an Bord ist. Der IWF war zu hart!
    Ohne den IWF können wir Griechenland noch mehr Geld schenken, und zwar ohne Bedingungen!

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