Schäuble gesteht bei privater Beteiligung Niederlage ein

Griechenlandhilfe
Schäuble gesteht bei privater Beteiligung Niederlage ein

Die Bundesregierung gibt ihre Hauptforderung für ein zweites Griechenlandpaket auf: Schäuble findet sich damit ab, dass private Gläubiger nur einen marginalen Beitrag leisten. Damit klafft im Paket eine riesige Lücke.
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Brüssel/BerlinDie Bundesregierung hat ihr Ziel, privaten Gläubigern einen "substanziellen freiwilligen Beitrag" zum geplanten zweiten Hilfspaket für Griechenland abzuverlangen, einkassiert. 30 Milliarden Euro wollten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble den Banken, Versicherungen und Fonds abverlangen, doch daraus wird nichts. "Es ist absehbar, dass das nicht klappen wird. Schäuble steht deshalb unter massivem Druck", heißt es jetzt es in diplomatischen Kreisen in Brüssel.

Intern gesteht der Minister seine Niederlage ein. Die Chancen für eine freiwillige Beteiligung des Privatsektors seien nur noch gering, heißt es im Bundesfinanzministerium: "Nach heutigem Stand ist das Vorhaben höchst unwahrscheinlich."

In der Öffentlichkeit insistiert Schäuble zwar immer noch auf einer Beteiligung der privaten Anleger. Doch das Wörtchen "substanziell" lässt er neuerdings weg - ein klares Signal für seinen Rückzug.

Im zweiten Kreditpaket für Griechenland werde der Beitrag der privaten Gläubiger voraussichtlich gar nicht mehr eingeplant, heißt es in Brüssel. In dem Paket klaffe deshalb eine Lücke von 30 Milliarden Euro. Der IWF habe die Euro-Zone aufgefordert, den fehlenden Betrag anders zu finanzieren. Sonst wolle sich der IWF an der neuen Griechenland-Hilfe nicht beteiligen.

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