Grippe-Gipfel
Kaum Ergebnisse, nicht mal Aktionismus

Der von Bundesgesundheitsminister Rösler groß angekündigte Impfgipfel scheint keine konkreten Ergebnisse gebracht zu haben. Einzig um die Schwangeren will man sich in Zukunft besser kümmern und speziellen Impfstoff organisieren. Gleichzeitig droht die Zahl der Infektionen im Karneval weiter hochzuschnellen.
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HB BERLIN. Die Massenimpfung gegen die Schweinegrippe, die vielerorts schleppend verläuft, soll beschleunigt werden. Mit dem Ziel, Engpässe zu beheben, sind die Gesundheitsminister der Länder am Mittwoch in Berlin mit Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) zusammengetroffen. Auch ein Vertreter des Impfstoff-Herstellers Glaxosmithkline war bei den Beratungen dabei.

Maßgeblich seien die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, sagte Rösler. „Man muss nicht unbedingt morgen geimpft werden“, erläuterte die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Malu Dreyer (SPD). Zunächst würden demnach Sicherheits- und Gesundheitspersonal geimpft. Dann folgten Menschen mit chronischen Krankheiten. Im Dezember sollten zusätzlich 150  000 Impfdosen ohne Wirkverstärker (Adjuvans) für Schwangere zur Verfügung stehen, sagte Thüringens Gesundheitsministerin Heike Taubert (SPD). Diese Menge reicht nach überschlägigen Berechnungen jedoch nur für ein Drittel der Schwangeren im Land. Insgesamt dürfe keine Hysterie aufkommen, mahnte Taubert. Im Januar und Februar solle beim Impfstoff nochmals nachgelegt werden.

Unterdessen rollte die Infektionswelle weiter durch Deutschland. So sei die Zahl der Infizierten im besonders stark betroffenen Bayern rasant angestiegen, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Allein von Dienstag auf Mittwoch seien innerhalb von 24 Stunden 1 530 neue Fälle bestätigt worden. Insgesamt gab es in Bayern damit 21 126 Fälle der Neuen Grippe. Die Dunkelziffer liege aber mit Sicherheit höher.

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