GroKo Steuerzahlerbund kritisiert massiven Stellenzuwachs in den Ministerien

In mehreren Bundesministerien werden derzeit neue Stellen geschaffen. Der Bund der Steuerzahler hat dafür kein Verständnis.
Update: 04.04.2018 - 11:07 Uhr 8 Kommentare
GroKo: Steuerzahlerbund kritisiert massiven Stellenzuwachs Quelle: dpa
Reiner Holznagel

Der Präsident des Bundes der Steuerzahler kritisiert die Bundesregierung.

(Foto: dpa)

BerlinDer Bund der Steuerzahler kritisiert bei der nun abgeschlossenen Personalaufstellung der neuen Bundesregierung völlig unnötige Ausgaben auf Kosten der Bürger. „Leider setzt die große Koalition einen Trend fort, der sehr bedenklich ist“, sagte Präsident Reiner Holznagel der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Es gebe bereits den größten Deutschen Bundestag mit 709 Abgeordneten. „Wir haben mittlerweile aber auch die größte Bundesregierung mit 35 parlamentarischen Staatssekretären und nun sollen auch noch 209 Spitzenbeamte und Angestellte in den Ministerien eingestellt werden“, kritisierte er. „Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln.“

Es wäre besser gewesen, erst einmal mit dem vorhandenen Personal zu planen. Sinnvoller wäre es auch, noch stärker bei der Polizei oder bei Bauämtern zu schauen, ob eine weitere Aufstockung sinnvoll sei. „Hier hätte ich mir mehr Demut vor dem Wähler gewünscht“, sagte Holznagel.

Auch die Opposition aus AfD, Linken, Grünen und FDP hatte den starken Stellenzuwachs scharf kritisiert. „Im Hauruckverfahren ohne ausreichende parlamentarische Beratung genehmigen sich Union und SPD neue zusätzliche Stellen“, sagte die parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion der Grünen im Bundestag, Britta Haßelmann.

Allein im Bundesinnenministerium von Horst Seehofer (CSU), das um den Bereich Heimat erweitert wurde, sollen über 100 Stellen geschaffen werden. Das Finanzministerium soll um 41 Mitarbeiter wachsen, was die SPD mit der Vizekanzlerfunktion von Minister Olaf Scholz (SPD) begründet.

Von einem gleichwertigen Stellenwegfall im Auswärtigen Amt, in dem der bisherige Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) gearbeitet hatte, ist bisher aber keine Rede. Das Kanzleramt von Angela Merkel (CDU) soll 39 neue Mitarbeiter bekommen, unter anderem für den Bereich Digitalpolitik.

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8 Kommentare zu "GroKo: Steuerzahlerbund kritisiert massiven Stellenzuwachs in den Ministerien"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ich frage mich seit Jahren warum der Bund der deutschen Steuerzahler nicht moniert das die Steuereinnahmen immer wieder "zweckentfremdet" eingesetzt und verprasst werden zugunsten Dritter durch:

    - Rettungshilfen an Griechenland für deren Schuldentilgung
    - ausufernde Flüchtlingshilfen und Schlepperdienste d. die Bundesregierung
    - überbordende Beitragszahlung an die EU
    - intransparente Entwicklungshilfe für die 3. Welt

  • Herr Josef Hirsepp
    04.04.2018, 13:30 Uhr
    Pferde saufen solange der Puetz was hergibt.....
    Politiker, ja die schneiden sich breite Riemen, solange wir ihnen das Leder noch kostenfrei liefern......
    die Lederreste warden unter's Volk gebracht...! ....



    da hilft nur eine Konstuktive Alternative fuer Deutschland !

    ...............................

    LESEN SIE : FARM DER TIERE !

    Dann lernen auch Sie wie man sein Schicksal als Huhn nicht entgehen kann.

    und wir sind alles nur Legehühner solange wir ergibig Eier legen, sonst tut man uns erlegen und wir eine Gute Suppe dann ergeben !

  • GROKO
    Steuerzahlerbund kritisiert massiven Stellenzuwachs in den Ministerien
    In mehreren Bundesministerien werden derzeit neue Stellen geschaffen. Der Bund der Steuerzahler hat dafür kein Verständnis.

    .......................................................................

    Wenn die GroKo damit Erfolg haben sollte, dann führt das System in der GANZE EU ein UM DIE 30 MILLIONEN EU-DAUERARBEITSLOSEN abzustellen !

    :-)))))))))))))))

  • Pferde saufen solange der Puetz was hergibt.....
    Politiker, ja die schneiden sich breite Riemen, solange wir ihnen das Leder noch kostenfrei liefern......
    die Lederreste warden unter's Volk gebracht...! ....



    da hilft nur eine Konstuktive Alternative fuer Deutschland !

  • Herr Peter Insam,

    So ist es. Wäre es gegenteilig, hätten wir einen sehr effizienten Staat und beträchtlich weniger Probleme, von denen sich einige erst in Zukunft, dafür umso drastischer, zeigen werden.

    Nur - wenn Sie die Menschheitsgeschichte verfolgen, sehen Sie, dass sich nichts geändert hat und auch keine Hoffnung besteht, dass sich zukünftig etwas ändern wird.

  • Herbert ax,
    Sie sprechen mir aus der Seele. Bei allen Ereignissen stelle ich mir immer häufiger die Frage, was eigentlich mit unserem Volk los ist. Stillschweigend werden heimliche Steuererhöhungen (siehe KFZ-Steuer für Neuzulassungen ab September), automatische Diätenerhöhungen und diverse fragwürdige Entscheidungen, die uns Steuerzahlern spätestens bei der nächsten rezessiven Phase (die wird kommen) sowas von auf die Füße fallen werden, ohne dass jemals gemault oder gar demonstriert wird. Haben uns die Medien tatsächlich schon so weit verblödet, dass uns banale Dinge wichtiger sind als unsere Zukunft - ganz zu schweigen von der Zukunft unserer Kinder?
    Offensichtlich scheinen die realistisch denkenden Bürger in der Minderheit zu sein. Ohnmacht.

  • Herr herbert ax,

    man kann nicht verlieren, was man nicht hatte.

  • Die Mehrheit der Schlafbürger hier bekommt genau das was sie sich seit Jahrzehnten schon wählen. Traumtänzer und überversorgte Sprücheklopfer, da es jetzt noch mehr sind als vorher schon da waren liegt an den größeren Seilschaften, die müssen eben alle mit einem schönen Posten versorgt werden. Es scheint fast so als hätten die meisten Mitbürger den Verstand verloren.

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