Große Koalition
Nahles will schnelle Schritte bei Rente

Sie will rasch ran: Arbeitsministerin Andrea Nahles kündigt an, Mütterrente, Rente ab 63 und Änderungen bei Erwerbsminderung gleich in einem Gesetzespaket auf den Weg bringen zu wollen. Unternehmer sehen das kritisch.
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BerlinArbeitsministerin Andrea Nahles will einem Zeitungsbericht zufolge noch im Januar einen Gesetzentwurf für die beschlossenen Reformen im Rentensystem vorlegen. Die „Rheinische Post“ berichtete am Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise, die SPD-Politikerin wolle die drei großen Vorhaben – Erhöhung der Mütterrente, abschlagsfreie Rente ab 63 Jahre und Verbesserungen für Erwerbsminderungsrentner – in ein Gesetzespaket packen. Das Kabinett werde sich damit voraussichtlich im Februar befassen. Alle drei Reformteile sollen zum 1. Juli 2014 in Kraft treten.

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer erneuerte seine Kritik an den Rentenplänen der neuen Regierung. „Die abschlagsfreie Rente mit 63 würde die schrittweise Einführung der Rente mit 67 in weiten Teilen aushebeln“, sagte er dem „Handelsblatt“. Die Belastung der Rentenversicherung wäre in den nächsten Jahren ähnlich hoch wie die Entlastung durch die Rente mit 67. „Wenn künftig auch Zeiten der Arbeitslosigkeit dazu berechtigen sollen, früher die volle Rente zu beziehen, wird ein weiteres Feld für Frühverrentungen geschaffen“, warnte er. Dabei seien die Arbeitgeber angesichts von Fachkräftemangel durch die Alterung der Gesamtbevölkerung immer mehr auf die Beschäftigung Älterer angewiesen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Große Koalition: Nahles will schnelle Schritte bei Rente"

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  • @ sharwes,
    sie haben ja Recht, aber wenn sie gegen alles klagen was "ungerecht" ist, sind die -befangenen- Gerichte über Generationen hinaus restlos ausgebucht.
    Das wird mit Sicherheit keine Rechtsschutzversicherung bezahlen wollen - und auch nicht können.

  • Ich finde die neu angestrebte Regelung sehr gut. Es ist einfach unfair, dass jemand wie ich oder mein Sohn seit dem 16 Lebensjahr arbeiten und in die Sozialsysteme einzahlen aber nicht früher ohne Abzüge in Rente gehen dürfen als welche die erst mit 25 anfangen richtig zu arbeiten! Sorry, da schwebt mir schon lange eine Klage vor, die Frage ist ob meine Rechtsschutzversicherung die Kosten übernimmt :-)

  • Bei den Linken geht das. Schnell den Mittelstand enteignen, dann ist genug Geld da.

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