Große Koalition
Seehofer will den Ton angeben

Die Christsozialen sind in der Großen Koalition zahlenmäßig die Kleinsten – inhaltlich aber wollen sie die Größten sein und den Ton angeben. Doch Horst Seehofer steht noch vor einer ganz anderen Herausforderung.
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KreuthIm Wettstreit mit CDU und SPD um die Deutungshoheit des Koalitionsvertrags beansprucht die CSU als kleinste Partei die Rolle als Taktgeber und Korrektiv. Die größten Herausforderungen für die CSU sind aber zunächst die Kommunalwahl in Bayern im März und die Europawahl im Mai. Das machte Parteichef Horst Seehofer während der Winterklausur der CSU-Bundestagsabgeordneten im oberbayerischen Wildbad Kreuth deutlich, die am Donnerstag zu Ende ging.

Das Wahlergebnis der CSU gilt als Wegmarke dafür, wann die Debatte um seine Nachfolge als Parteichef und Ministerpräsident voll ausbricht. Seehofer will 2018 aufhören.

Er selbst sagte allerdings: „Ich habe die Nachfolgefrage am Wochenende beendet. Sie werden in den nächsten zwei Jahren von mir zu diesem Thema nichts mehr hören.“ Seehofer machte der Partei klar, dass er längere interne Kontroversen – wie mit seiner als Kronprinzessin geltenden Wirtschaftsministerin Ilse Aigner um die Energiewende – vor allem vor Wahlen nicht dulden werde.

Koalitionsvertrag CDU-CSU-SPD zum Download

„Ich habe die Letztverantwortung für meine Partei und für den Freistaat. Punkt“, sagte er. Neben Aigner wird vor allem Bayerns Finanzminister Markus Söder als weiterer möglicher Nachfolger gehandelt.

Seehofer ging nicht darauf ein, was ein Misserfolg der CSU bei der Europawahl für ihn bedeuten würde, und nannte auch keine Marke für das von ihm gewünschte Wahlergebnis. Er kündigte an, sich offensiv mit der eurokritischen Alternative für Deutschland (AfD) auseinanderzusetzen. Es werde aber keine „Parolen-Olympiade“ geben.

Kommentare zu " Große Koalition: Seehofer will den Ton angeben"

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  • Leider ist Seehofer ein ständiger Umfaller
    Was jetzt in Berlin fehlt, ist ein Strauß, der so auf den Tisch haut, dass die Gläser nicht nur runtr fallen, sondern schon auf dem Tisch zu Bruch gehen

  • Im übrigen bis zur Europawahl darüber nachdenken auch Europaweit jeden Politiker wählen zu dürfen, wem man
    vertraut. Sonst ist das nur eine abgehalfterte Bundestagswahl und hat mit Europa-Wahl nichts zu tun.

  • Für die Europawahl muss sich Seehofer keine Sorgen machen, was soll sich ändern... die Bayern sind zufrieden mit ihm und einen kleinen Le Pen oder Wilmers braucht man immer. Nur die CDU wird massiv Federn lassen bei der EU Wahl, sie
    geht mittlerweile im linken Einheitsbrei auf. Die Kuckucks-Politik von Merkel ...Sorgen leg ich in andere Nester wird nicht mehr aufgehen.

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