Große Koalition will energieintensive Firmen entlasten
Politik setzt sich für Aluminiumwerke ein

Bund und Länder wollen gemeinsam die Zukunft der Aluminiumproduktion in Deutschland sicherstellen. Unterdessen werden in der Branche zwei Modelle diskutiert, die energieintensiven Branchen helfen könnten, ihre Stromkosten zu senken – wenn die Energieversorger mitspielen.

HB BERLIN. Um die drohende Schließung von Werken in Hamburg und Niedersachsen abzuwenden, hat Bundeskanzler Gerhard Schröder morgen die Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen sowie die Firma Norsk Hydro zu einem Treffen nach Berlin eingeladen. Dabei wird es etwa um die Höhe der künftigen Energiepreise in Deutschland gehen. Parallel loten SPD und Union nach Informationen des Handelsblatts in den Koalitionsverhandlungen aus, wie energieintensive Unternehmen künftig entlastet werden können.

Grund des Treffens ist die drohende Schließung der Aluminium-Hütten in Hamburg und Stade (Niedersachsen) mit jeweils 400 Beschäftigten. Die drei Gesellschafter Norsk Hydro, Alcoa (USA) und Amag (Österreich) begründeten das Aus für das Hamburger Werk mit den hohen Strompreisen.

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) kritisierte die Entscheidung heftig. „Es ist schwer nachvollziehbar, warum sich Norsk Hydro nicht zu einer Veräußerung bereit gefunden hat“, sagte Clement. Norsk Hydro hatte als Verhandlungsführer der Gesellschafter ein Kaufangebot des Stahlproduzenten Georgsmarienhütte für die Hamburger Aluminiumhütte abgelehnt. In der Branche hieß es, Norsk Hydro habe nicht ernsthaft verkaufen wollen. Ein Erwerber hätte möglicherweise den Nachweis erbringen können, dass der Standort doch rentabel ist. Die Norweger bauen derzeit Kapazitäten im Wüstenstaat Katar auf. Ab 2009 wollen sie dort Aluminium produzieren – wegen der niedrigen Energiepreise.

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