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16.05.2008 

Vöcking ließ offen, wie die Situation am Jahresende aussehen wird. Zunächst müsse die weitere Ausgabenentwicklung abgewartet werden. „Ich bin in der Prognose sehr zurückhaltend.“ Auch die Kaufmännische Krankenkasse (KKH), die im ersten Quartal ein Plus von acht Millionen Euro erwirtschaftete, bleibt vorsichtig. „Wir haben da einige Kostentreiber im System“, sagte Sprecherin Daniela Friedrich.

Große Sorge bereiten den Kassen die steigenden Ausgaben für Arzneimittel. Für alle gesetzlichen Kassen zusammen lagen sie nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) im ersten Quartal im Schnitt bei 5,2 Prozent.

Preistreiber seien Originalpräparate, für die es keine Nachahmerprodukte gebe, sagte Vöcking. Ebenfalls bemerkbar machten sich die Ausgaben für Schutzimpfungen, die per Gesetz in das Leistungsspektrum der Kassen aufgenommen worden waren.

Auch für Krankenhausbehandlungen müssen die Kassen tiefer in die Tasche greifen. Allein bei der Barmer waren es 5,4 Prozent im ersten Quartal zusätzlich. Vöcking warf den Kliniken vor, angesichts der jüngsten Tarifabschlüsse „wieder mehr in die Menge zu gehen“ und möglichst viele Behandlungen abzurechnen.

Festzustellen sei ein Drehtüreffekt: „Der Patient geht nach einer Behandlung raus und kommt wieder rein, und dann wird neu abgerechnet.“

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