0 Bewertungen
25.03.2008 
Bundestagswahl 2009

Grüne wollen auf Koalitionsaussage verzichten

Die Grünen wollen ohne eine Koalitionsaussage in den Bundestagswahlkampf 2009 ziehen. Der designierte Spitzenkandidat der Partei, Jürgen Trittin, sagte einer Zeitung auf die Frage, ob es eine Koalitionsaussage geben werde, seine Partei werde auf eine Aussage zu Gunsten einer Partei verzichten.

Jürgen Trittin, designierter Spitzenkandidat der Grünen. Foto: apLupe

Jürgen Trittin, designierter Spitzenkandidat der Grünen. Foto: ap

HB BERLIN. „Nein. Wir werden in den Wahlkampf gehen mit einer klaren Aussage, für was wir stehen“, sagte Trittin der „Berliner Zeitung“. Wenn man diese Inhalte durchsetzen wolle, werde man sich Gesprächen nicht verweigern können. „Das gilt für alle Parteien“, betonte Trittin.

In den letzten Bundestagswahlkämpfen hatten die Grünen noch eine Koalitionsaussage zu Gunsten der SPD getroffen. Dies wird es 2009 laut Trittin nicht mehr geben: „Unsere Wähler erwarten, dass wir austesten, mit wem wir was tatsächlich machen können“, sagte Trittin.

Der ehemalige Bundesumweltminister stellte aber klar, er halte eine Zusammenarbeit mit der SPD noch immer für wahrscheinlicher als eine Kooperation mit der CDU: „Die SPD steht uns im Bund in den meisten politischen Fragen noch immer sehr viel näher als die CDU“, betonte er. So könne er sich beispielsweise nur schwer vorstellen, mit der Union Atomkraftwerke abzuschalten oder ein Grundrecht auf Datenschutz umzusetzen.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

weiterBildergalerien

zurück
  • Obamas Kabinett nimmt Gestalt an

    Obamas Kabinett nimmt Gestalt an

    Die Milliardärin Penny Pritzker aus Chicago soll nach US-Medienberichten Wirtschaftsministerin in der Regierung des designierten Präsidenten Barack Obama werden. Mit dieser Personalie nimmt die Regierungsmannschaft zwei Wochen nach der US-Wahl allmählich Gestalt an.Bildergalerie 

  • Was auf dem Weltfinanzgipfel beschlos...

    Was auf dem Weltfinanzgipfel beschlossen wurde

    Auf dem Weltfinanzgipfel in Washington wollten die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) einen Fahrplan für eine neue Weltfinanzordnung vereinbaren, die eine Finanzkrise, die die ganze Welt in die Rezession treibt, in Zukunft verhindern soll. Was beschlossen...Bildergalerie 

  • Was führende Köpfe vom Finanzgipfel e...

    Was führende Köpfe vom Finanzgipfel erwarten

    Nichts Geringeres als eine neue Weltfinanzordnung wollen die 20 Staats- und Regierungschefs der größten Wirtschaftsmächte am Wochenende in Washington aus der Taufe heben. Was Politiker, Konzernchefs, Ökonomen und andere führende Köpfe aus der Finanzwelt vom Weltfinanzg...Bildergalerie 

vor

 

 

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Kein Ausweg aus der Finanzkrise in Sicht  Artikel in Merkliste

21.11.2008 von Hermann-Josef Knipper

Der letzte Tag der „Euro Finance Week“ in Frankfurt hat das ganze Drama der Macht- und Ratlosigkeit der Finanzbranche deutlich gemacht. Nach der harschen Kritik von Bundespräsident Horst Köhler, der nicht weniger als ein neues Weltfinanzsystem gefordert und viele Schuldige benannt hatte, mühten sich Banker, Ökonomen und Notenbanker um Auswege aus der Krise. Kommentar

Handelsblatt-Kommentar

Deutscher Bauernstaat  Artikel in Merkliste

21.11.2008 von Helmut Hauschild

Die Bundesregierung tut sich mit ihrer Agrarpolitik als Industriestaat keinen Gefallen. Kommentar