Grünen-Finanzexpertin Andreae: „Umschichten, Subventionen abbauen“

Grünen-Finanzexpertin Andreae
„Umschichten, Subventionen abbauen“

Noch im Wahlkampf wollten die Grünen bei Bürgern und Unternehmen mehr Geld einsammeln. Nun fordert Grünen-Finanzexpertin Kerstin Andreae „die Leistungsfähigkeit der Unternehmen stärker in den Blick zu nehmen“.
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BerlinDie stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Kerstin Andreae, fordert eine steuerpolitische Kurskorrektur ihrer Partei: „Es ist an der Zeit, dass Grüne über Steuerpolitik diskutieren“, sagte sie dem Handelsblatt (Mittwochausgabe). Andreae fordert ein Umdenken: „Höhere Steuern sind nicht das Gebot der Stunde, denn Deutschland steht gut da, die Wirtschaft brummt wieder und die Steuerquellen sprudeln.“

Die Grünen müssten „der Großen Koalition auf die Finger klopfen, wenn diese das Geld der Bürger zum Fenster hinauswirft“. Auch für grüne Ausgabenwünsche gelte: „Nicht alles was wünschenswert ist, ist auch finanzierbar“. Statt mehr Geld bei Bürgern und Unternehmen einzusammeln, müsse man „einsparen, umschichten und systematisch Subventionen abbauen.“


Das Wahlprogramm der Grünen bei der Bundestagswahl 2013 sah nicht nur einen höheren Spitzensteuersatz bei der Einkommensteuer vor, sondern auch die Anhebung der Erbschaftsteuer, eine zeitlich begrenzte Vermögensabgabe und anschließende Vermögensteuer. Andreae fordert nun, die Grünen müssten endlich „die Leistungsfähigkeit der Unternehmen stärker in den Blick nehmen. Daher sei es an der Zeit, „sich zwischen den Konzepten für Vermögen- oder Erbschaftsteuer zu entscheiden, und insbesondere bei der Vermögensabgabe die Befürchtungen des Mittelstands ernstzunehmen“, sagte die Trägerin des Mittelstandspreises 2013.

Auch bei der kalten Progression will Andreae nicht nur eine Aufstockung des Steuerfreibetrags auf 8.500 Euro, sondern eine Abflachung des Steuertarifs – gegenfinanziert durch einen höheren Spitzensteuersatz. Denn gerade bei kleinen Einkommen „bleiben von einem Euro derzeit keine 50 Cent übrig“. Das sei umso nötiger, da Durchschnittsverdiener wie Busfahrer oder Krankenschwestern künftig zusätzlich höhere Lasten bei Rente, Krankenversicherung und Pflege tragen müssten.

Barbara Gillmann ist Korrespondentin in Berlin.
Barbara Gillmann
Handelsblatt / Korrespondentin

Kommentare zu " Grünen-Finanzexpertin Andreae: „Umschichten, Subventionen abbauen“"

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  • Hinzu kommt das die Komplette untere Atmosphärenschicht durch die "Windmühlenparks" allesamt zum Erliegen kommt: Luftstomabriß durch Turbineneffekt.

    Wenn die "das nicht gewusst haben" sollen die sich die Frage gefallen lassen bei bei denen sämtliche Steine aus dem Fruchtfleisch der Kirschen geschossen hat? Der Kläraus vielleicht?

    Nunja das bei so manchen die Schule umsonst war wollen wir ja nicht bestreiten aber bei so manchen war dieses durchaus Vergebens denen das Lesen und Schreiben überhaupt bei zu bringen.

    Einige rennen da eher wie die üblichen Sandkastenrocker von der Förmchengang herum und wenn ich gerade in die Linksgerichtete Fraktion schaue erkenne ich den Faschismus aus den 20er und 30er Jahren genau bei den Kunden dort wieder, denn die lassen nichts unversucht um alles zu Demontieren was noch an Ansehen übrig ist.

    Oftmals auch vom Volke der Dichter und Denker zum Volke des drogensüchtigen Gewerkschaftspöbels verkommen: Siehe den Transsexuellen Sandro Wagenknecht bei Markus Lanz am 16.1.2014 und was danach für eine Hexenjagd dort entstanden ist.

    Wenn ich mit die B'90/Grünlingfraktion da anschaue erinnern die mich persönlich eher an eine ganze Reihe von Alkoholikern auf Entzug die ständig nach mehr Jammern. Diese Wollpullistrickenden autonomen Steinewerfer haben es nichtsnütziger weise zu einem Apparat geschafft, den man schon als Pilzbefall in der Wirtschaftspolitik bezeichnen kann.

    Wie sagte doch schon damals der alte Fritz: "Das schlimmste was dem Deutschen passieren kann sind die Parteien der Uatikanischen Curie"

    Wie man es dreht und wendet: die Taugen da allesamt im Reichstag gerade einmal dazu den Müll raus zu tragen und das Spiegelt sich auch in deren Poly-Tickeriky wieder: Kippe alles was an Part-Eier vorhanden ist als Farben zusammen und es kommt immer Braun dabei heraus.

    Ein (Äxtlein) Hoch auf den Part-Eier-Staat!

    In China gibt es das Gericht 1000-Jährige Eier,
    wir haben hier Verlorere Eier in Senfsoße vorliegen ;-)

  • So sieht die Realität aus. Die Grünen verschweigen allerdings ihren Murks und die Bevormundungen großen Stils. Wo kann ich eigentlich den grünen kostenlosen Sonnen- oder Windstrom kaufen??? Das Wort "Energiewende" sollte man schnellstens durch "Energieabzocke" ersetzen. Deutschland steht mit seinem Alleingang am schlechtesten da. Es bleibt Fakt!

  • Man soll die Hoffnung nicht aufgeben.
    Die Grünen haben in der Vergangenheit positive Beiträge zu unserer gesellschaftlichen Entwicklung geleistet.
    Leider sind sie recht schnell in Oberlehrertum und Altkommunismus verfallen.
    Ich hoffe sehr, daß sich das wandelt und sie wieder positive Beiträge bringen. Dazu gehört, unsere Wirtschaftsordnung und die Leistungsgesellschaft zu akzeptieren. Dazu gehört auch, das Oberlehrertum insbesondere endlich abzustreifen.
    Die Grünen haben die Belastbarkeit unserer Wirtschaft genug getestet.

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