Grünen-Fraktion: Koalition soll Männerquote fallenlassen

Grünen-Fraktion
Koalition soll Männerquote fallenlassen

Die Koalition will neben Frauen auch Männer fördern – wenn diese benachteiligt sind. Die Grünen halten das für völlig unsinnig und unnötig: Eine strukturelle Benachteiligung von Männern gebe es überhaupt nicht.
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BerlinDie Grünen haben die Koalition aufgefordert, ihren Plan einer Männerquote aufzugeben. „Durch ein Hauruckverfahren versucht die Bundesregierung in letzter Minute die unnötige Männerquote verfassungsfest zu machen“, kritisierte die frauenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Ulle Schauws, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Die Koalition hatte sich am Montag darauf verständigt, das bisher angestrebte Ziel zu streichen, alle Führungsgremien im öffentlichen Dienst zu jeweils 50 Prozent mit Männern und Frauen zu besetzen. Das soll nun nur noch gelten, wenn eine strukturelle Benachteiligung von Männern vorliegt.

Am Mittwoch sollen mehrere Änderungen an den Gesetzesplänen im Familienausschuss des Bundestags beschlossen werden. Den Gesetzentwurf für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in Privatwirtschaft und öffentlichem Dienst wollen Union und SPD dann am Freitag im Plenum beschließen.

Die Grünen meinen unter Berufung auf frühere Regierungsangaben, eine solche Benachteiligung von Männern gebe es überhaupt nicht. Sie fordern, dass die Regierung den Plan einer Männerquote komplett fallenlässt. Die betrifft das Bundesgleichstellungsgesetz, das mit dem am Mittwoch im Ausschuss und Freitag im Plenum anstehenden Gesetzesplänen geändert werden soll. Stärker im öffentlichen Fokus stand bisher die dabei ebenfalls geplante Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent für Aufsichtsräte.

Schauws forderte: „Anstelle hilfloser Gesichtswahrungsversuche sollte die Bundesregierung unserem Änderungsantrag folgen, das Bundesgleichstellungsgesetz aus dem Verfahren zu nehmen und auf einer soliden Grundlage überarbeiten.“

Die geplante 50-Prozent-Besetzung mit Frauen und Männern bei Leitungsfunktionen des öffentlichen Diensts war in ihrer ursprünglichen Form von Experten im Rechtsausschuss des Bundestags als offensichtlich verfassungswidrig bezeichnet worden.

Die Rechtsausschuss-Vorsitzende Renate Künast (Grüne) sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Mal wieder kommt auf den letzten Drücker eine Pseudoverbesserung in ein schwarz-rotes Gesetz. Solch eine Schlamperei hat mit seriöser Arbeit nichts zu tun.“ Erst nach der Experten-Anhörung im Ausschuss sei die Koalition zum Eingeständnis von seit einem Jahr benannten schweren Fehler bereit gewesen.

Künast sagte, sie kenne keinen Bereich der Arbeitswelt, in der Männer strukturell benachteiligt seien. „Dass es viel zu wenig männliche Erzieher und Grundschullehrer gibt, liegt nicht daran, dass sie diskriminiert werden. Sondern daran, dass sich Männer auf diese Berufe meist gar nicht erst bewerben.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wofür Quote? Die einzige Quote ist und bleibt die Qualität. Dies will man nicht! Quote für Kinderarbeit, wie die SPD dies schon mit Hartz IV, jedes Kind muss arneiten, einführte????

  • Man muß nur einmal in diese verkniffenen und frustrierten Gesichter dieser Grünfrauen sehen, dann weiß man, daß aus deren Hintern kein fröhlicher Furz kommen kann. Die sind in Denkschablonen und Dogmen verhaftet und wollen diese über die ganze Republik gezogen sehen. Haben sie auch fast geschafft. Das Männer durch eine derartige Politik diskriminiert werden, liegt auf der Hand und braucht nicht ignoriert zu werden, auch wenn deutsche Politiker darin kaum zu schlagen sind. Es wird Zeit, ihnen den Stuhl vor die Tür zu setzen, denn der Schaden, den sie in allen Bereichen der Wirtschaft und Gesellschaft angerichtet haben, ist immens und wird die nächsten Generationen noch beschäftigen.
    Wir brauchen in keinem Bereich Quotenfiguren, sondern Menschen, die sich für die ihnen gestellte Aufgabe qualifiziert haben und diese mit Geist und auch Witz ausführen. Dabei ist es egal, ob dieser Mensch ein Mann oder eine Frau ist. Das trifft auch für Grundschullehrer zu. Bei den Kleinen haben Frauen wohl eher das richtige Händchen. Das war auch schon in meiner Schulzeit, 1956, in einer reinen Jungenschule so. Ansonsten war das Lehrerkollegium zunächst männerdominiert, was sich im Laufe der Zeit durch einen höheren Frauenanteil, die Mädchenschule wurde aufgelöst, änderte.

  • Des Geistes Kind sind die Grünen nun mal. Wer für die Frauenquote agitiert, aber eine Männerquote ablehnt lässt die pseudo-demokratische Maske fallen. Wer daran zweifelt, daß mit Blick auf die Zukunft eine Männerquote allerdings notwendig sein wird, der sehe sich mal in Frauen-geführten Ministerien und Ämtern um.

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