Grünen-Mitgliederrekord
„Uns rennen die Interessierten die Tür ein“

Die Stärke der Grünen macht die Union zunehmend nervös. Aus gutem Grund: Die Partei findet nicht nur in der Wählergunst immer mehr Gefallen. Die Grünen haben inzwischen auch so viele Mitglieder wie nie zuvor.
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HB BERLIN. Mit 51 822 Parteigängern am Mittwochabend sei der Höchststand von 51 812 Mitgliedern im Jahre 1998 überschritten, berichtet „Spiegel online“. Vor gut einem Jahr habe die Partei noch 47 500 Mitglieder gezählt. „Uns rennen die Interessierten buchstäblich die Tür ein“, sagt die Grünen- Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke. „Die Grünen entwickeln sich offenbar im Moment zur Gegenbewegung zum allgemeinen Parteienverdruss.“

Die Stärke der Grünen könnte die Union in Bedrängnis bringen. Der neue CDU-Vize Norbert Röttgen warnte seine Partei daher vor einer Fixierung auf die FDP als Koalitionspartner und ging damit auf Distanz zu Parteichefin Angela Merkel. Im „Stern“-Interview riet Röttgen der Union, auch für andere Bündnisse offen zu bleiben. Fast zeitgleich zur Veröffentlichung des Interviews attackierte Kanzlerin Merkel die Grünen im Bundestag erneut in scharfer Form.

Bereits auf dem jüngsten CDU-Parteitag in Karlsruhe hatte Merkel die Grünen angegriffen und schwarz-grüne Bündnisse als „Hirngespinste“ bezeichnet. 2013 werde es darum gehen, Rot-Rot-Grün als Alternative zu Schwarz-Gelb zu verhindern. Das sei ein Auftrag von historischer Tragweite, hatte die CDU-Vorsitzende erklärt.

Am Mittwoch legte sie als Kanzlerin im Bundestag nach und beschuldigte die Grünen einer permanenten Widerstandshaltung. „Wenn das so weitergeht, werden die Grünen für Weihnachten sein, aber gegen die davor geschaltete Adventszeit“, spottete Merkel. Die Grünen seien „ziemlich fest verbandelt mit dem Wort dagegen.“ Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) bezeichnete die Grünen als „Dagegen-Partei gegen alles“. CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich warf ihnen „Weichspül- und Wohlfühlparolen“ vor.

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Kommentare zu " Grünen-Mitgliederrekord: „Uns rennen die Interessierten die Tür ein“"

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  • Wer wirklich ernsthaft glaubt mit den Grünen sei Staat zu machen, der riskiert die Existenzgrundlagen Deutschlands auf allen Ebenen.
    Mit Lehrer, beamten und Steuerhinterziehern wie Özdemir kann die deutsche Geswellschaft sich nicht ernähren.
    Ebensowenig sind die Grünen wie die linken SED Verbrecher nicht in der Lage eine kompetente Regierung auf die beine zu stellen (Fischer, ein gelernter Taxifahrer, welcher heute als berater in der Kapitalistenuni der USA und für die Autoindzstrie Lobbyarbeit betreibt sind beleg dafür was die Grünen wirklich wollen: Macht und Geld um jeden Preis.So auch Künast welche nun berlins hochbezahlten Posten als bürergermeister übernehmen will. Als Landwirtschaftsministerien hat sie schon keinen Plan gehabt und nun wird es noch schlimmer für die berliner!)
    Rot Grün ist der beweis das alles nur schlimmer wurde
    wie z.b. die unbefristete Leiharbeit unter Rot Grün einegführt wurde.Das hat dem Arbeitsmarkt nicht wirklich geholfen. Nur dürfen jetzt die Arbeitnehmer die zeche zahlen. Dies ist wieder ein Skandal mehr den ausschliesslich die Grünen und Souies zu verantworten haben.
    Schulden werden durch ausufernde Sozialausgaben expolodieren und Firmen noch schneller ins Ausland abwandern. Die Folgen sind drastische Steuererhöhungen.
    Mit den Grünen ist deutschland schneller am Ende als sich einige heute vorzustellen vermögen.

  • Fakt ist, dass mit den Grünen keine Politik für Deutschland bzw. für die Deutschen betrieben werden kann. in vielen tradionellen Lebensbereichen haben die Grünen einfach abartige Ansichten und deren Ausländerpolitik ist entgegen der aktuellen integrationsdebatte in der breiten bevölkerung.
    Roth, Özdemir, Ströbele und Konsorten werden nicht eher Ruhe geben, bis .......... alles Deutsche von der "bildfläche" verschwindet, Patriotismus geächtet, Christliche Prägungen verdrängt, das traditionelle Familienbild per Absurdum geführt und die von Natur gegebene Geschlechterrolle gegendert sind!

  • ich renne denen zwar nicht die Tür ein, halte sie aber aus Fairnessgründen gegenüber nachfolgenden Generationen für die einzig wählbare Partei und das ohne roter Vergangenheit, immigrierter Eltern oder fanatischer Ansichten.

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