Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin: „Eine Milliarde für den Mittelstand“

Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin
„Eine Milliarde für den Mittelstand“

Jürgen Trittin weist alle Kritik an den Steuer-Plänen seiner Partei zurück. Im Interview holt der Finanzminister-Kandidat zum Gegenangriff aus. Und erklärt, wieso Unternehmen von den Grünen in Wahrheit begünstigt würden.
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Handelsblatt: Herr Trittin, bisher war Uli Hoeneß Gallionsfigur der Union – ist er jetzt Top-Wahlhelfer für Rot-Grün?
Der Fall Hoeneß steht exemplarisch für die Doppelmoral eines kleinen Teils der deutschen Oberschicht. Er hat sich zum Kronzeugen für ein angeblich ungerechtes deutsches Steuersystem gemacht und den Wohltäter gegeben. Nun stellt sich raus, dass er selbst so viel hinterzogen hat, dass er schwer um eine Bewährungsstrafe kämpfen muss.

Und was heißt das für Sie?
Das es richtig war, die von Merkel geplante Anonymität im Steuerabkommen mit der Schweiz zu durchkreuzen. Der Fall zeigt auch, dass Straftaten dieser Größenordnung nicht länger durch Deals zwischen Staatsanwaltschaft und Anwälten geregelt werden dürfen. Ab einer bestimmten Grenze muss es ein geordnetes und vor allem transparentes Verfahren geben. Das Bundesverfassungsgericht hat ja gerade geurteilt, dass Deals im Strafprozess nicht unbedenklich sind.

Aber die Grenze zwischen Transparenz und An-den-Pranger-stellen ist fließend.
Wenn jemand Anleger um drei, vier Millionen Euro betrügt, sagt niemand, es sei ungerecht, dass er sich dafür in öffentlicher Verhandlung verantworten muss. Ich sehe keinen Unterschied zwischen jemand, der Anleger betrügt und jemand, der die Gemeinschaft der Steuerzahler betrügt. Betrug ist Betrug.

Mittlerweile wird fast jeder Vermögende verdächtigt.
Ich bin fest überzeugt, dass sich die große Mehrheit der Vermögenden eben nicht wie Herr Hoeneß verhält und keine Steuern hinterzieht. Aus kriminellem Verhalten Einzelner und der notwendigen Strafverfolgung darf keine allgemeine Diffamierung Vermögender folgen.

Kommentare zu " Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin: „Eine Milliarde für den Mittelstand“"

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  • die grünen Unternehmen auf die sie so stolz sind/waren heißen: Solarworld, Solon etc. alle ganz oder fast pleite, was eigentlich perfekt zur Wirtschaftskenntnis dieser Partei passt.

  • Das ist grüne Politik! Teil 2!


    „Die Forderung nach der Wiedervereinigung halte ich für eine gefährliche Illusion. Wir sollten das Wiedervereinigungsgebot aus der Präambel des Grundgesetzes streichen.“
    Joschka Fischer


    „Deutsche Helden müsste die Welt, tollwütigen Hunden gleich, einfach totschlagen.“
    Joschka Fischer


    „Noch nie habe ich die deutsche Nationalhymne mitgesungen und ich werde es als Minister auch nicht tun.“
    Jürgen Trittin


    „Wir haben eine multikulturelle Gesellschaft in Deutschland, ob es einem gefällt oder nicht […] Die Grünen werden sich in der Einwanderungspolitik nicht in die Defensive drängen lassen nach dem Motto: Der Traum von Multi-Kulti ist vorbei.“
    Claudia Roth


    "Türkei ist zweite Heimat für mich, ich mach seit 20 Jahren Türkeipolitik"
    Claudia Roth


    „Es geht nicht um Recht oder Unrecht in der Einwanderungsdebatte, uns geht es zuerst um die Zurückdrängung des deutschen Bevölkerungsanteils in diesem Land.”

    Vorstand der Bündnis90/Die Grünen München


    Die Abschaffung der Eidesformel „Zum Wohle des deutschen Volkes“ wird im NRW-Landtag einstimmig beschlossen.
    Arif Ünal Bündnis90/Die Grünen, Antragssteller

    Wir müssen den Islam einbürgern
    Renate Künast

  • Das ist grüne Politik!

    “Deutschland muss von außen eingehegt, und von innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi verdünnt werden.”
    Joschka Fischers

    Sinngemäß: Wir, die Grünen, müssen dafür sorgen, so viele Ausländer wie möglich nach Deutschland zu holen. Wenn sie in Deutschland sind, müssen wir für ihr Wahlrecht kämpfen. Wenn wir das erreicht haben, werden wir den Stimmenanteil haben, den wir brauchen, um diese Republik zu verändern.
    Daniel Cohn-Bendit

    “Migration ist in Frankfurt eine Tatsache. Wenn Ihnen das nicht passt, müssen Sie woanders hinziehen.”

    “Ich wollte, daß Frankreich bis zur Elbe reicht und Polen direkt an Frankreich grenzt.”
    Sieglinde Frieß

    “Deutsche sind Nichtmigranten, mehr nicht!”
    Claudia Roth

    “Am Nationalfeiertag der Deutschen ertrinken die Straßen in einem Meer aus roten Türkenflaggen und ein paar schwarzrotgoldenen Fahnen.”
    Claudia Roth,

    “Der deutsche Nachwuchs heißt jetzt Mustafa, Giovanni und Ali!”
    Cem Özdemir

    “Das Problem ist
    nicht Sarrazin selbst als Person sondern der gleichgesinnte Bevölkerungsanteil in Deutschland”.
    Cem Özdemir

    Sinngemäß: “Wir wollen, dass Deutschland islamisch wird”.
    Cem Özdemir

    “Deutschland verschwindet jeden Tag immer mehr, und das finde ich einfach großartig.”
    Jürgen Trittin

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