Grünes Licht in den Gremien
SPD-Spitze wird verkleinert

Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck hat sich mit seinen Plänen durchgesetzt, die Parteiführung zu verkleinern. Die Partei-Gremien billigte die Verringerung der Zahl der stellvertretenden Parteichefs von fünf auf drei. Damit ist klar, dass Ostdeutschland nur noch durch eine schräge Hilfskonstruktion in der Parteispitze vertreten sein wird.

HB BERLIN. Künftig sollen neben Finanzminister Peer Steinbrück nur noch Außenminister Frank-Walter Steinmeier und die Parteilinke Andrea Nahles Becks Stellvertreter sein. Als einziger Amtsinhaber soll Steinbrück im Amt bleiben.

Ausscheiden aus dieser Position werden damit die baden-württembergische SPD-Chefin Ute Vogt, die Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann, die Bundestagsabgeordnete Elke Ferner sowie der sachsen-anhaltische Finanzminister Jens Bullerjahn. Die neuen Länder werden vom gebürtigen Lipperländer Steinmeier repräsentiert, der sich in Brandenburg soeben einen Wahlkreis gesichert hat. Vor der öffentlichen Bekanntgabe der Entscheidung hatte es Kritik daran gegeben, dass kein ostdeutscher SPD-Funktionär mehr Vizeparteichef ist.

Beck teilte im Anschluss an Sitzungen von Parteipräsidium und Vorstand mit, die Spitze habe seine Personalvorschläge einstimmig gebilligt. „Die Namen muss ich nicht nennen“, sagte er, nachdem die Namen schon seit Wochen bekannt waren.

Endgültig entscheiden soll über die neue Stellvertreterriege der Bundesparteitag der SPD Ende Oktober in Hamburg. Neben dem Vorsitzenden und seinen drei Stellvertretern bilden dann die designierte Schatzmeisterin Barbara Hendricks und Generalsekretär Hubertus Heil die Parteispitze.

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