Grunderwerbsteuer
Unions-Finanzexperten wollen Freibetrag

Die Finanzexperten von CDU und CSU dringen auf eine Preisbremse für die Grunderwerbsteuer. Sie fordern die Einführung eines Freibetrags beim Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum. Die FDP ist ebenfalls dafür.
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DüsseldorfWegen der gestiegenen Nebenkosten beim Immobilienkauf dringen die Unions-Finanzexperten auf eine Preisbremse bei der Grunderwerbsteuer. Die finanzpolitischen Sprecher der CDU und CSU in den Landtagen, im Bund und die CDU-Landesfinanzminister forderten am Donnerstag in Düsseldorf, die Einführung eines Steuer-Freibetrags beim Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum zu prüfen. So könnten vor allem junge Familien beim Eigentumskauf entlastet werden. Es sei alarmierend, dass die Kauf-Nebenkosten 2016 im bundesweiten Durchschnitt um mehr als die Hälfte über dem Niveau von 2010 gelegen hätten. Dazu habe auch der rasante Anstieg der Grunderwerbsteuer in einigen Bundesländern beigetragen.

„Der Trend zu immer höheren Grunderwerbsteuersätzen muss gestoppt und umgedreht werden“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung nach dem Treffen, an dem auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble teilnahm. Die Bundesländer nehmen über die Steuer insgesamt fast 13 Milliarden Euro im Jahr ein. Je nach Land beträgt der Steuersatz zwischen 3,5 und 6,5 Prozent.

Ein Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer ist auch eine Forderung der FDP in ihrem Programm für die Bundestagswahl im Herbst. Sie strebt einen Freibetrag von bis zu 500.000 Euro für selbstgenutztes Wohneigentum an.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft (BID) forderte in ihren Wahlprüfsteinen, den Steuerwettlauf bei der Grunderwerbsteuer zu beenden. „Die stetigen Steuererhöhungen verhindern nicht nur den Erwerb von Wohneigentum, sondern konterkarieren auch kostengünstige Mieten, weil die Erwerbskosten im Mietpreis abgebildet werden“, sagte BID-Chef Andreas Ibel. Der Verband forderte, den Steuersatz bundesweit auf 3,5 Prozent zu senken. Beim Ersterwerb einer selbstgenutzten Immobilie solle die Steuer ausgesetzt werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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