Grundsatzfragen werden erst Ende 2005 geklärt - Keine Entscheidung über Arbeitszeit
IG Metall vertagt tarifpolitischen Streit

Die IG-Metall-Spitze will für Ruhe im eigenen Haus suchen. Alle kontroversen Themen wurden zunächst vertagt - offenbar auch um ein erneutes Ausbrechen der Flügelkämpfe zu vermeiden. Damit ist auch das zweistufige Tarifmodell vorerst vom Tisch.

HB HANNOVER. Die IG Metall hat bei ihrem Gewerkschaftstag die Entscheidung über wichtige Grundsatzfragen vertagt. Erst Ende 2005 soll jetzt über stärker an der Ertragskraft einzelner Unternehmen orientierte Löhne und die weitere Gestaltung der Arbeitszeit abgestimmt werden.

Die Delegierten des Gewerkschaftstags stimmten am Freitag in Hannover mehrheitlich dafür, dass über diese Themen in den nächsten zwei Jahren weiter diskutiert wird. Der stellvertretende IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber hatte zuvor in der Debatte gegen einen Beschluss des Gewerkschaftstages in dieser Frage plädiert, der eine tarifpolitische Festlegung für vier Jahre bedeuten würde. Er sprach sich dafür aus, bis Herbst 2005 eine tarifpolitische „Feinjustierung“ vorzunehmen.

Hintergrund des von den 600 Delegierten getroffenen Beschlusses ist die anhaltende Diskussion über die Tarifautonomie sowie die im Dezember anstehende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie, für die sich die IG Metall alle Optionen offen halten will. Außerdem soll der Lagerstreit in der Gewerkschaft nicht angeheizt werden.

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