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Grundsatzrede: Merkel wirbt in China um Vertrauen für Europa

Angela Merkel auf wichtiger Mission in China: Mit einer Grundsatzrede wirbt die Bundeskanzlerin vor chinesischen Akademikern um Vertrauen in den Euro - das in Fernost durch die Schuldenkrise arg gelitten hat.

PekingKanzlerin  Angela Merkel versucht in Peking, durch eine Vorwärtsstrategie neues Vertrauen in den Euro zu wecken. „Wir haben keine Krise unserer Währung, sondern eine Schuldenkrise und eine der Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Merkel am Donnerstag in Peking bei einer Rede vor der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften (CASS).

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In China waren zuletzt Zweifel laut geworden, ob der Euro das Schuldendebakel der Südländer überlebt. „Wir haben in den vergangenen drei Jahren große Fortschritte gemacht“, hielt Merkel diesen Stimmen entgegen. Der vor wenigen Tagen abgeschlossene Fiskalpakt lege die für größere Haushaltsstabilität und mehr Wettbewerbsfähigkeit.

Merkel besucht von Donnerstag bis Samstag die chinesischen Städte Peking und Guangzhou. Im weiteren Verlauf des Donnerstags wird Merkel unter anderem mit dem chinesischen Premier Wen Jiabao zusammentreffen und voraussichtlich über die Iranpolitik, die Menschenrecht, über Handelsfragen und über mögliche chinesische Investments in der Eurozone sprechen.

China und Deutschland im Zahlenvergleich

Die Kanzlerin erklärte vor einem Publikum chinesischer Akademiker im Detail, dass die Euroländer nun zum Wohle der Gemeinschaft einen Teil ihrer Souveränität abgeben. „Wenn wir nicht bereit sind, Schritt für Schritt eine Budgetkontrolle durchzusetzen, wird Europa nicht gelingen.“ Der am Montag besiegelte Fiskalpakt sei jedoch ein Anfang, um entsprechende Mechanismen zu schaffen. „Nur wer den Fiskalpakt unterzeichnet hat, kann auf Hilfe aus dem europäischen Stabilitätsmechanismus hoffen. Solidarität und Stabilität sind jetzt zwei Seiten einer Medaille.“

Große Delegation Welche Chefs mit Merkel nach China reisen

  • Große Delegation: Welche Chefs mit Merkel nach China reisen
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Es würde der Kanzlerin politisch enorm helfen, wenn Peking als Vertrauensbeweis einen stärkeren Ankauf europäischer Staats- und Eurohilfsanleihen ankündigen würde. Merkels Besuch steht daher unter den Vorzeichen der Eurokrise: Chinesische Investitionen in Anleihen des Euro-Rettungsfonds wären derzeit hoch willkommen, um den Mitteln einen Hebel zu verleihen. Gerade Deutschland als wichtigstes Geberland würde durch ein Engagement der fernöstlichen Wirtschaftsmacht entlastet. China verfügt über Devisenreserven in Höhe von 2,7 Billionen Euro, von denen sich zumindest ein Teil einsetzen ließe, um  europäische Papiere zu kaufen.

  • 03.02.2012, 11:00 UhrSteuerzahler

    Die Chinesen sind doch nicht doof. Die warten einfach ab, bis Deutschland und Europa an der Euro-Rettung zu Grunde geht und die Sahneschnitten verramscht werden müssen. Dann schlagen sie zu und "helfen". Wenn unsere Regierenden so weiter machen, und daran gibt es leider keinen Zweifel, ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch in Deutschland das Volksvermögen versilbert werden muss. Die Chinesen warten bis es heißt "SALE - take 2 get one free".

  • 02.02.2012, 14:48 UhrAnonymer Benutzer: gerhard

    Es würde der Kanzlerin politisch enorm helfen, wenn Peking als Vertrauensbeweis einen stärkeren Ankauf europäischer Staats- und Eurohilfsanleihen ankündigen würde. (Zitat)

    Warum sollte China diesen „Ramsch“ aufkaufen wollen? China ist so naiv auch wieder nicht, wie Fr. Merkel glaubt, nun in Fernost es so weiter versuchen zu müssen. Die Rettungsschirme gehören auf den Müll. Die Fiskalunion ist keine Lösung. Die Landeswährungen müssen zum Euro frei konvertierbar (wieder) sein. Erst dann, stabilisiert sich die Wirtschaft der einzelnen Länder und damit erst der Euro. Die derzeitige Mauschelpackung kann ja bereits durch ein kleines Land wie Griechenland aus den Fugen gehoben werden und die gemeinsame Währung schwankt baumelnd in der Luft und diese braucht zwar dringend einen Fallschirm. Doch China sieht dazu keine Notwendigkeit, sich ausgerechnet dieser verpfuschten westeuropäischen Rettungsschirmideologie anpassen zu müssen.

  • 02.02.2012, 12:56 UhrAnonymer Benutzer: schluss

    @Pro-D: Wie Sie schon erwähnten, Ihre individuelle Sichtweeise der Geschichte.
    Mein Ansatz ist, ohne irgendeine Untat verharmlosen zu wollen, dass ich nicht gewillt bin für etwas in Sippenhaft genommen zu werden, bei dem ich aufgrund fehlender Existenz nicht zugegen war und selbst meine Vorfahren, soweit ich das überblicken kann, sich nicht schuldig gemacht haben. Sippenhaft heisst alte Ressentiments schüren - dann kann auch, für Unbelehrbare, mal in der Historie anderer Nationen/Völker nachgeschaut werden. Die Nazi-Bezeichnung für einen Deutschen, der sich eine eigene Meinung erlaubt oder es sogar wagt eigene Interessen zu vertreten empfinde ich als Unverfrorenheit. Gegen Vorurteile und für Frieden zu agieren geht nur über Bildung - aber nicht über gleichgeschaltete Medienindoktrination, die Gefahr läuft den Veranstaltern eines Tages um die Ohren zu fliegen.
    Ansonsten - Arschlöcher gibt es rund um den Erdball - genau wie das Gegenteil, ist eben individuell.
    Deswegen hat auch die EU sich selbst den Boden ihrer eigenen Propaganda schon lange entzogen, hat für mich nichts mit Europa zu tun, sondern ist schlichtweg eine mafiöse Verbrecherorganisation die Unheil über Europa brachte.

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