Guido Westerwelle

CDU soll sich an die FDP ketten

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) verlangt von der Union eine "glasklare Koalitionsaussage". Wackeleien würden nur Rot-Grün helfen. Der FDP-Bundesvorsitzende Philipp Rösler hat bereits einen Treueschwur geleistet.
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Was sagt die Kanzlerin? Guido Westerwelle und Philipp Rösler warten auf ein öffentliches Bekenntnis von Angela Merkel zu Schwarz-Gelb. Quelle: dpa

Was sagt die Kanzlerin? Guido Westerwelle und Philipp Rösler warten auf ein öffentliches Bekenntnis von Angela Merkel zu Schwarz-Gelb.

(Foto: dpa)

BerlinAußenminister Guido Westerwelle (FDP) verlangt von der Union eine klare Koalitionsaussage zur Fortsetzung von Schwarz-Gelb nach der Bundestagswahl 2013. „Ich rate Union und FDP, glasklar für eine Fortsetzung unseres Bündnisses einzustehen“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. „Ich werbe für einen klaren Kurs. Dann haben wir eine sehr gute Chance für klare Mehrheiten.“ Auch FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle warb für eine Fortsetzung von Schwarz-Gelb. Die Zusammenarbeit sei „sehr erfolgreich“. „Das wollen wir über 2013 hinaus fortsetzen“, sagte er der „Bild“-Zeitung.

Westerwelle warnte: „Wohin Wackeleien in der Koalitionsfrage führen, hat die CDU gerade in meinem Heimatland NRW erlebt. Die FDP hat das zweitbeste Ergebnis der letzten 50 Jahren errungen, die CDU das schlechteste. Und am Ende war Rot-Grün der lachende Dritte.“

Der frühere FDP-Vorsitzende will sich auf Zusagen aus der CDU-Spitze verlassen: „Bundeskanzlerin Angela Merkel und auch Fraktionsvorsitzender Volker Kauder haben mir mehrfach ihre Entschlossenheit für die Fortsetzung der christlich-liberalen Koalition versichert“, sagte Westerwelle. „Dass es auch sozialdemokratisch angehauchte Christdemokraten gibt, die lieber mit der SPD koalieren, oder andere, die ergrünen, vielleicht auch weil sie ergrauen, zählt angesichts dieser klaren Bekenntnisse viel weniger.“

Brüderle bezeichnete seine Partei als „das marktwirtschaftliche Korrektiv“ in der Koalition und schloss zugleich ein Ampelbündnis mit SPD und Grünen aus. Trotz schlechter Umfragewerte für die FDP sei auch eine Zweitstimmenkampagne der CDU nicht nötig. „Wir werden aus eigener Kraft beim Wähler punkten“, erklärte Brüderle.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Wochenende in einem Zeitungsinterview erklärt, dass die Union der schwächelnden FDP bei der Bundestagswahl 2013 nicht mit Leihstimmen über die Fünf-Prozent-Hürde helfen werde. Sie wolle „keine Zweitstimmenkampagne, sondern eine möglichst starke CDU“, sagte die CDU-Bundesvorsitzende. Zugleich unterstrich sie aber, „dass wir die christlich-liberale Regierung fortsetzen möchten“.

Im Handelsblatt legte der FDP-Bundesvorsitzende Philipp Rösler dagegen einen Treueschwur ab. „Die schwarz-gelbe Koalition ist eine Erfolgsgeschichte. Rot-Grün wäre verheerend für die Zukunft Deutschlands“, sagte Rösler. Wer die Steuerpläne von Jürgen Trittin (Grüne) und Peer Steinbrück (SPD) zusammen rechne, komme auf rund 40 Milliarden Euro an zusätzlicher Belastung für die Menschen. Rot-Grün würde mit einer linken Umverteilungspolitik das Land schwächen und damit Arbeitsplätze und Wohlstand aufs Spiel setzen. „Auf dieser Basis halte ich eine Allianz mit Rot-Grün für ausgeschlossen“, sagte Rösler.

  • dpa
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16 Kommentare zu "Guido Westerwelle : CDU soll sich an die FDP ketten"

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  • @ Totengraeber

    Das ganze unfähige BUDAFIA ( BUndesDeutsche mAFIA, bzw. Nomenklatura SPD,CDU,FDP,GRÜNE,LINKE )- Gesindel muß bei Hartz 4 landen, in die Lehre zur Basis gehen, damit es in der Paxis ihre Politik erntet !

  • @ SayTheTruth

    Zitat : Überall warten viele "Schavan-Frauen" auf ihre Bestimmung auf einen Platz gehievt zu werden in Partei, Politik und Wirtschafts-Chefetage

    Das heißt neuerdings Quotenfrauen-Strategie !

    Anstatt Kompetenz reicht es heute, Frau zu sein, und am besten ist es natürlich, wenn man noch Chantal heißt und eine "besondere Affinität" zu Fraueen hat, als Frau, versteht sich....um an gut dotierte Jobs zu kommen !!!

    Gruselig !

  • Ich wundere mich nur nach Lesen des Artikel, wie die sich alle hochjubeln. Die FDP und auch die CDU. Von Erfolg zu spreche usw.
    Auf welchem Stern leben die denn?
    Gerade die FDP, sie besteht ja nur noch aus grünen Jungs, hat doch gezeigt, dass sie von nichts Ahnung haben, davon dann aber sehr viel
    Deutschlands Parteien und zwar alle, haben komplett abgewirtschaftet. Sie agieren nur noch gegen das Volk

  • Zitat : CDU soll sich an die FDP ketten

    Das wäre eigentlich die beste Lösung für Deutschland :

    Auf der Titanic, die dapft und segel, da gibts die Mutti, die euer Ende regelt.....

    Schnell untergehen , das vermiefte Pack, euch weint keine Sau eine träne nach !!!!

  • Der "Merkelsche" Politikertyp ist gekennzeichnet von:

    - eine Menge Klebstoff an der breiten Unterseite des Hinterns
    - dicke Stöpsel in den Ohren, breite Hände für den Empfang von Geld-Zuwendungen jeder Art
    - Obrigkeitshörigkeit gegenüber Merkel und insgesamt gegenüber dem herrschenden "EU-Adel" aus Brüssel
    - Stillschweigen gegenüber kritischer Presse und "laufenlassen" von automatischen Berichten der System-Presse, die "Politik-Theater" für die Deutschen veranstalten
    - zur "Merkelschen Loyalität" gehört eine 1000% tige Folgsamkeit und Verschwiegenheit (Gröhe, Kauder), kein Widerspruch wird geduldet !
    - nur mässigem Interesse an Freiheit, Unabhängigkeit, direkter Demokratie
    - der weitere Verfall von Charakter, Werten, Moral, Rechtsstaat und EInhaltung von Verträgen wird geopfert für den so wertvollen Fortgang der Macht des "EU-Adel" als Zentral-Macht. Die Geld-Macht des EURO zemetiert und garantiert alle anderen Machtfragen. Zurück ins Mittelalter ist der Weg. Europa mit EU-Korsett als Zentral-Staat. Die EU kauft sich überall ihre Opportunisten mit EU-Geld in ganz Europa oder erpressen mit "Geld-Entzug" (Ungarn, Grossbritannien, Tschechien usw).

  • Ich drück dem HB auch die Daumen dass sie halten bleiben. Die brauchen sich nur an der "Wirtschaftswoche" mit Herrn Tichy, Krumrey und Bettina Röhl ein Beispiel zu nehmen. Sehr lesenswert www.wiwo.de.

    Dass Herr Tichy seltener beim PHOENIX-Pressclub mit dem Moderations-Unterbrecher und -Zusammenfasser Herrn Schönenborn eingeladen wird sollte er als Kompliment nehmen. Alles was vom GEZ-TV, von Merkels Hofstaat und den Redakteuren der "Systempresse" gemieden wird ist lesenswert ! So lautet die Faustformel in etwa.

    Von der anwidernde Leierkasten-Politik aus dem Hause Merkel (DPA, GEZ und co.) haben die Leser die Nase voll und bestellen reihenweise die Zeitungen ab.

  • Frau Merkel will erst Deutschland zu einem stummen und tauben Frauen-Aussitz-Laden machen - dann Brüssel. Überall warten viele "Schavan-Frauen" auf ihre Bestimmung auf einen Platz gehievt zu werden in Partei, Politik und Wirtschafts-Chefetage.

    Grusel.

  • Von der abgestrebten Politik her ist Frau Merkel als DDR-Aufguss.2.0 zwischen Grüne, SPD und LINKE geortet. Mit CDU-Werten hat sie garnichts am Hut. Ich vermute sie hinterlässt verbrannte Erde bei der CDU. Nur dafür ist sie als Kohls Mädchen angetreten. CDU verbrennen und Deutschland zum Unterschichten-Land verwandeln dessen Reichtum von der EU in Brüssel "verdaut" wird. Übrig bleibt von Aussitz-Frauen verwaltete verblödete und Steuergeld-konsumierende Unterschicht sowie Politker die Im Steuergeld baden ihr Leben lang und (nebenbei) Lobby-Lohn abzapfen in der Wirtschaft. Schmarotzer wo man schaut.

    Die Medien huldigen Merkel bei ihrer Aktion "Abrissbirne Deutschland". Staats.Medien. Ulrich Deppendorf und auch Ulrich von Kampen (ARD) reden die vordiktierten Themen für den CDU-Parteitag hervor: Schwul-Gleichstellung. Na dann Prost. Haben wir nicht ganz andere Themen die uns brennen ??

    Schmeisst doch Merkel raus zusammen mit Dauerklatscher Kauder und Befehls-Automat Gröhe. Das wäre bitte nötig in der CDU.

  • Da hat die fdp mal eine klare Aussage gemacht und nun ist es auch wieder nicht recht. Im Ernst, die Selbstversorgermentalität hat sie alle wieder eingeholt, früher oder später fällt diesen "Lloyds" doch tatsächlich ein, zu dem ZEITpunkt konnte ich nicht anders. Weit gefehlt.

    Und dann dies, eine fdp unter der Hürde, die sie aus eigener Kraft nicht mehr überspringen werden, sie dient dazu MITkoalitionäre für die nächste Wahlperiode mit in die eigene Haftung zu überführen.

    Seltsames Parteiengehabe. An diesem Beispiel wird mal wieder sehr deutlich, wo BürgerINnen vor Wahlen stehen, deren Kämpfe nach US-Vorbild stets von Industrie und Handel, wie auch den "politisch nahestehenden" Stiftungen gesponsort wurden. Der Krug geht solange bis zum Brunnen bis jede "Quelle" versiegt.

    Die freie demokratische Partei, die wurde anno dazumal so geschrieben FDP und stand für eine "gewisse" Selbständigkeit und eine Liberalität, die schmerzlich vermißt wird. In dieser Form hat sich die fdp bereits abgeschafft.

    Zu viele Schaumschläger, wenn vorhanden, auch zu wenig Dampf im täglichen Kampf der Stimmen. Wahrscheinlich überwiegen seit der letzten Wahl die Dampfplauderer altbekannter Manier. Das Volk legt ihnen die goldenen Eier in den Korb, bereit zum Verhökern.

    Bei Licht betrachtet, werden einige "Gehörlose" vom Heulen und Zähneklappern nicht mehr wegkommen.

  • Was für eine "Bildzeitungs"-Schlagzeile, liebes Handelsblatt. Man sieht klar, welche (kollektivistischen) Parteien die Redaktion bevorzugt und welche Partei niedergenacht wird (wobei die FDP auch nur noch dem Namen nach eine liberale Partei ist).
    So jedenfalls sieht eine sachliche Darstellung, die eines Wirtschaftsblattes würdig wäre, jedenfalls nicht aus!

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