Gut 95 Prozent der Stimmen für den neuen Parteichef
Traumergebnis für Müntefering

SPD-Fraktionschef Franz Müntefering ist mit großer Mehrheit zum neuen Vorsitzenden der Sozialdemokraten gewählt worden.

HB BERLIN. Auf dem Sonderparteitag in Berlin erhielt Müntefering am Sonntag rund 95 Prozent der Stimmen. Er löst Bundeskanzler Gerhard Schröder ab, der im Februar seinen Rückzug von der Parteispitze nach fast fünf Jahren angekündigt hatte.

Es stimmten am Sonntag 95,11 Prozent der Delegierte für Müntefering. Der 64-Jährige erhielt 448 Ja-Stimmen, 22 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung. Das ist das beste Ergebnis für einen SPD-Vorsitzenden seit 13 Jahren. 1991 hatte Björn Engholm 97,4 Prozent bekommen. Sein Amtsvorgänger, Bundeskanzler Gerhard Schröder, hatte bei seiner letzten Wahl im vorigen November 80,83 Prozent erzielt.

Müntefering und sein Vorgänger, Bundeskanzler Gerhard Schröder, schworen die Sozialdemokraten auf eine konsequente Fortsetzung des Reformkurses ein. „Wir müssen diese Politik gemeinsam hinbekommen“, appellierte Müntefering.

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