CSU-Chef Horst Seehofer hatte zuvor in München angekündigt, seine Partei werde am Freitag bei einer Präsidiumssitzung in München über die Personalie beraten und voraussichtlich auch entscheiden. Die Entscheidung Guttenbergs sei auch ein schmerzlicher Schritt für seine Partei.
Der Rücktritt Guttenbergs ist für Merkel ein schwerer Schlag. Immerhin hatte sich die Kanzlerin noch am Montag schützend vor den Verteidigungsminister gestellt. Doch die Welle der Empörung aus der Wissenschaft und der allmählich schwindende Rückhalt aus den eigenen Reihen waren dann doch zuviel. Der einstige Hoffnungsträger galt als potenzieller Nachfolger von Merkel. Sein - zumindest vorläufiges - politisches Aus bringt nun auch die Kanzlerin in Not. Ausgerechnet einen Monat vor entscheidenden Landtagswahlen wie in Baden-Württemberg muss sie ihr Kabinett neu sortieren.
Vor gut einer Woche sagte Merkel einen Satz, der sie möglicherweise noch länger verfolgen wird: „Ich habe keinen wissenschaftlichen Assistenten oder einen Promovierenden oder einen Inhaber einer Doktorarbeit berufen“, sagte die CDU-Chefin, noch bevor Guttenberg seinen Doktortitel von sich aus zur Verfügung stellte. „Mir geht es um die Arbeit als Bundesverteidigungsminister. Die erfüllt er hervorragend, und das ist das, was für mich zählt.“
Die scharfe Trennung von Ministeramt und wissenschaftlicher Arbeit wurde ihr von Kritikern als Freibrief für Vergehen gewertet. Auch in den eigenen Reihen stieß Merkels Vorgehen auf große Skepsis. Der frühere sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) sagte im ZDF: „Der Mensch wird gemessen, nicht das Amt. Und der Mensch ist auch nicht teilbar.“ Ähnlich hatte das zuvor auch Thüringens Ex-Regierungschef Bernhard Vogel (CDU) formuliert. Die Wissenschaft lief Sturm, über 30.000 Bürger schlossen sich einem Protestbrief von Doktoranden an.
Merkel hielt an Guttenberg bis zuletzt fest. Freilich: Mitten in einer der größten Bundeswehrreformen den Minister auszuwechseln, ist ein Risiko. Sie muss einen neuen Oberkommandierenden der Streitkräfte suchen, der die heiklen Aufgaben meistern kann, und dazu zählt bei weitem nicht nur das Aussetzen der Wehrpflicht. Welche Folgen das lange Festhalten an Guttenberg allerdings für Merkels eigene Machtposition in den kommenden Monaten hat, ist noch nicht absehbar.
Wenn Teflon-Angie jetzt auf "Guttenberg-Gegner" einschlägt, zeigt sie doch nur ihr wahres Gesicht: sie biegt sich "ihre" Wahrheit so zurecht, wie sie es will. Ich erinnere nur an ihre Aussage 2008 zum Thema "Raubkopie". Aber ehrlich gesagt: kein Politiker, egal welche Farbe seine Fahne hat, ist heute noch ehrllich und aufrichtig.
Mit Schlagsahne und Tabasco schmeckt das vorzüglich!
Aber können Sie den Kant in der heutigen Zeit umsetzten?
Ich würde auch mal gerne lästern. Nur zu!
Merkels Haltung ist unverständlich, war doch ihre Stellungnahme vor zwei Jahren mehr als deutlich:
Raubkopien (dazu zählen auch Plagiate) sind kein Kavalliersdelikt sondern Diebstahl geistigen Eigentums.
Und Diebstahl ist bekanntermaßen ein kriminelles Delikt!
Scheint sich ihrer Meinung wohl nicht auf Politiker zu beziehen.
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