Haftungsregelungen
BDI-Chef attackiert Koalition wegen Managergehälter

Harsche Kritik an den Koalitionsvorschlägen zu den Managergehältern hat BDI-Präsident Hans-Peter Keitel geübt. „Bei diesem Thema spiegelt sich die ganze Verzweiflung der Politik wieder, Populismus in untaugliche gesetzliche Regelungen zu übertragen“, sagte Keitel dem Handelsblatt.

HB BERLIN. Schon im März habe die Politik über tiefgreifende Eingriffe in unternehmensinterne Prozesse nachgedacht. „Was aber darüber hinaus letzte Woche an Plänen bekannt geworden ist, das ist voller abenteuerlicher Ungereimtheiten.“ Keitel warf der großen Koalition völlige Praxisferne und „Dilettantismus“ vor. „Die Politik kann derartige unternehmerische Entscheidungen nicht für alle 14 000 deutschen Aktiengesellschaften bis ins Detail verrechtlichen.“ Es gehe bei dem Thema auch darum, welche Unternehmer den nächsten Aufschwung nach der Krise bewerkstelligen könnten.

Hintergrund ist die Einigung der Koalitionsfraktionen, etwa die Haftungsregeln für Unternehmensvorstände zu verschärfen und den Wechsel von Vorständen in den Aufsichtsrat zu erschweren.

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