Haltung zu Linksbündnis
Wowereit auf Konfrontationskurs zu Schröder

Trotz der Kritik von Bundeskanzler Gerhard Schröder hat Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit eine Koalition der SPD mit der Linkspartei ab 2009 erneut für möglich erklärt. Das meldete die "Berliner Zeitung" am Montag.

HB BERLIN. In dieser Frage gebe es eine Differenz mit Schröder, zitierte die Zeitung den Berliner Senatssprecher Michael Donnermeyer. Wowereit bleibe unter anderem wegen der guten Erfahrungen mit der rot-roten Koalition in Berlin bei seiner Meinung. Schröder hatte dagegen am Sonntagabend in der ARD betont: "Das ist keine Konstellation, mit der man arbeiten kann. Mit mir und der Führung der SPD ist das nicht zu machen." Das Linksbündnis repräsentiere billigsten Populismus. "So kann man doch keine Industrieland mit 82 Millionen Bevölkerung führen."

In einem Zeitungsinterview hatte Schröder zuvor gesagt, Wowereit sei zwar ein erstklassiger Bürgermeister, liege in dieser Frage aber völlig falsch. Ähnlich äußerte sich der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck. "Ich halte diese Gruppierung auf Bundesebene nicht für koalitionsfähig." Es gebe darüber in der SPD auch keine ernsthafte Diskussion, sagte der stellvertretende SPD-Chef der "Süddeutschen Zeitung".

Wowereit hatte in der vergangenen Woche einen Pakt mit dem Linksbündnis für die kommende Legislaturperiode auf Bundesebene zwar ausgeschlossen, zugleich aber gesagt: "Sollte sich die Linkspartei bundesweit etabliert haben und eine verlässliche Politik machen, könnte das ganz anders aussehen."

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