Hamburgs Bürgermeister Ahlhaus
Nach knapp 100 Tagen ist der Traum geplatzt

Nicht einmal 100 Tage ist Christoph Ahlhaus nun Bürgermeister von Hamburg, und schon ist seine Zeit wohl wieder vorüber. Die Grünen wollen die Koalition mit der CDU beenden. Ahlhaus ist bestürzt, und will nun die grünen Senatoren aus dem Amt jagen - während hinter seinem Rücken ein SPD-Mann seine große Chance wittert. Aber Ahlhaus will kämpfen.
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HB HAMBURG. Nach dem Bruch des schwarz-grünen Bündnisses in Hamburg hat der CDU-Landesvorstand am Sonntag Bürgermeister Christoph Ahlhaus einstimmig als Spitzenkandidaten für die Bürgerschaftswahl vorgeschlagen. „Ich habe keine Angst vor Neuwahlen“, sagte Ahlhaus am Sonntag in der Hansestadt. Er wertete den Rückzug der Grünen „als Flucht vor der Verantwortung“ und als Machtkalkül.

Ahlhaus betonte, er bedauere ausdrücklich, dass die gute Zusammenarbeit der vergangenen zweieinhalb Jahre durch eine Einzelentscheidung nun zu Ende sei. Er werde am Montag die grünen Senatoren und Staatsräte entlassen, sagte Ahlhaus im Anschluss an eine CDU-Vorstandssitzung in Hamburg. Bislang gehörten dem Hamburger Senat die GAL-Politiker Christa Goetsch (Schule und Berufsbildung), Till Steffen (Justiz) und Anja Hajduk (Umwelt, Stadtentwicklung und Verkehr) an. CDU-Landeschef Frank Schira erklärte, ab jetzt sei Wahlkampf. Die CDU habe Ahlhaus als Spitzenkandidaten nominiert.

In der Zwischenzeit läuft sich ein SPD-Mann warm. Der frühere Bundesarbeitsminister und Hamburger SPD-Landeschef Olaf Scholz hat ein klares Bekenntnis zu einem künftigen rot-grünen Bündnis in der Hansestadt abgegeben. Im Zusammenhang mit dieser Koalitionsaussage betonte Scholz am Sonntag in Hamburg: „Ich bin entschlossen, als Spitzenkandidat anzutreten. Ich will Hamburger Bürgermeister werden.“

Scholz sagte, Schwarz-Grün sei nicht mehr in der Lage, die Regierungsgeschäfte zu führen. Es habe in den vergangenen Wochen und Monaten bereits mehrfach Gespräche der SPD mit der Grün-Alternativen Liste (GAL) gegeben. Außerdem hätten beide Parteien noch am Sonntagmorgen nach dem Entschluss der GAL vom Vorabend, ihr Bündnis mit der CDU aufzukündigen, erneut Kontakt gehabt. Die SPD werde nun einen eigenen Antrag auf Neuwahlen vorbereiten.

Die Grünen in Hamburg hatten am Sonntagmittag angekündigt, das Bündnis mit der CDU zu beenden. „Wir sehen nicht mehr, dass diese Koalition die Kraft hat, wichtige Zukunftsprojekte für Hamburg zu stemmen“, sagte Grünen-Fraktionschef Jens Kerstan am Sonntag nach einer Klausurtagung von Fraktion und Parteivorstand.

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  • ich hoffe, dass die SPD alleine Regieren kann ohne die Grünen und ohne CDU und FDP. CDU und FDP denken nur an sich selbst und nicht an die bürger. Die brauchen von uns nur ein Kreuz mehr nicht. Die Grünen haben nur Sachen im Kopf die für uns bürger nur viel Geld kosten ( wie Stadtbahn ) brauchen wir nicht. Wir hatten 1963 eine Strassenbahn die wurde abgeschaft.Ole von beust hat in seiner Zeit alles verkauft was hamburg hatte = Krankenhäuser, HEW, Hamburger Gaswerke, Fernsehtrum und und. Nur für die bürger die jeden monat ihr geld ans Fianzamt schiken für die wird nichts getan. ich finde die sollen mal dafür sorgen das alle eine Arbeit bekommen, wovon die Leute auch Leben können, dann würden sie mal was tolles tun. ich hoffe das es die SPD schaft.

  • Nun haben wir in Hamburg noch die FDP und die Linke. Die FDP ein Herrenclub die nach Feierabend gerne zusammen ein paar bier trinken. Hier spricht man über Gott und die Welt unter dem bild ihres Führes Westerwelle. Regieren, nein Danke ist zu anstrengend. Die Linke, mittlerweile die Hämoriden von ROt/GRÜN in ganz Deutschland, hoffen immer noch erhört zu werden. Also hört man sich das Geseibel von R/G an und schaltet bei der Linken den Fernseher aus. Wiederholungen gibt es einfach zu viele. Die Nichtwähler müssen ran. Damit rufe ich alle Hamburger auf, die sich nicht vertreten fühlen
    ein Querstrich auf die Wahlunterlagen zu ziehen und Nichtwähler darauf zu schreiben. MOiN MOiN

  • Ahlhaus agierte unglücklich - privat (er trat aus seiner burschenschaft aus, dann hätte er nie aufgenommen werden dürfen) und politisch war er nicht der "sendero luminoso" wie uns Ole, dessen Flexibilität als legendär bezeichnet werden kann. Und die Grünen sind halt die ewigen Scheiterer, die sich nur dadurch auszeichnen zu können glauben, daß sie dagegen sind, solange ihre Position nur dämlich genug bleibt, damit ihnen weiter ihre ureigenen Anhänger hinterher laufen. Nun prügeln sich wieder die Unterschichtenkandidaten um`s Prekariat, welches auch in Hamburg immer noch die zahlenmäßige Mehrheit zu stellen in der Lage ist. Traurig.

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