Handelsblatt Business Monitor
Manager klagen über ausbleibende Reformen

Schwarz-Gelb regiert an den Bedürfnissen der Wirtschaft vorbei. Das belegt eine Umfrage unter 600 Führungskräften. Sie fordern ein einfacheres Steuerrecht und Bürokratieabbau – und noch ein Thema treibt die Manager um.
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DüsseldorfDie wichtigsten Aufgaben, die die nächste Bundesregierung angehen sollte, sind aus Sicht der Wirtschaft die Vereinfachung des Steuerrechts und der Abbau von staatlicher Bürokratie. Das ist das Ergebnis des aktuellen Handelsblatt Business Monitors. 89 Prozent der Befragten nannten den Abbau von staatlicher Bürokratie als sehr wichtige oder wichtige Aufgabe, um die sich die nächste Bundesregierung verstärkt kümmern sollte. Für jeweils 85 Prozent der interviewten Manager gehören die Vereinfachung des Steuerrechts und die Verbesserung des Bildungs- und Ausbildungssystem zu den besonders vordringlichen Aufgaben.

Für die repräsentative Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa zwischen dem 21. August und dem 5. September 631 Führungskräfte der deutschen Wirtschaft befragt.

Großen Handlungsbedarf sehen die Manager in der Abhöraffäre US-amerikanischer und britischer Geheimdienste. 66 Prozent der befragten Führungskräfte halten die Strategie der Bundesregierung im Kampf gegen die Ausspähung von Daten für unzulänglich. Sie sind der Meinung, dass weitreichendere Gegenmaßnahmen ergriffen werden müssten. 81 Prozent der Manager gehen davon aus, dass ausländische Geheimdienste gezielt Betriebsgeheimnisse deutscher Unternehmen ausforschen. Aus diesem Grund ergreifen sie Gegenmaßnahmen: So achten 73 Prozent der Manager bewusst darauf, dass sich die Server, über die die Unternehmen ihren Datenverkehr abwickeln, in Deutschland befinden.

Obwohl die Führungskräfte viele ihrer Anliegen von der aktuellen Bundesregierung nicht berücksichtigt sehen, präferieren die Manager dennoch nach der Wahl eine Fortsetzung der Koalition aus CDU/CSU und FDP. 52 Prozent der Manager wäre ein schwarz-gelbes Regierungsbündnis am liebsten, 28 Prozent plädieren für eine Große Koalition, sechs Prozent für Schwarz-Grün und nur vier Prozent für ein rot-grüne Regierung nach der Bundestagswahl am 22. September.

Kommentare zu " Handelsblatt Business Monitor: Manager klagen über ausbleibende Reformen"

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  • Das EU-Parlament ist kein Verein !

    Es ist ein Moderner unantastbarer "ADELSTAND" !!!

    "Manager klagen über...."

    Ja, aber auch:

    Arbeitnehmer ,Arbeitgeber, Familien, die Jugend, die Rentner, die Arbeitslosen, die Hartz IV Empfänger, die Kommunen, die Kranken, die Steuerzahler und viele mehr klagen im unserem Land + Europa !

    Ich bin der Meinung, die "Politik" hat unser Land und Europa gegen die Wand gefahren.

    Der Rammbock ist schon in Sichtweite !

  • Womit wir dann folgerichtig wieder bei der AfD sind. Die anderen Parteien wollen ja noch mehr EU und Euro.

  • Die Suche wird nur halbherzig angegangen, ebenso die Suche nach einem #Neuland, dass als sicher für Kinder, Familien, Bürger und Firmen gilt. Aber wie soll sich was ändern, wenn die etablierten Parteien, nicht mit Parteien, wie der Alternative für Deutschland (AfD) oder Piraten reden bzw. sie ignorieren: http://www.piratenpartei-nrw.de/2013/09/05/die-arroganz-der-macht-cdu-politiker-redet-nicht-mit-neuen-parteien

    Die Wahlergebnisse der aktuellen Umfrage lassen es zu. Gibt es für viele Wähler nur SPD als Alternative zu CDU, während FDP, Grüne und LINKE zu Recht in Ihren Umfragen ertrinken?

    Ich glaube, die meisten haben Angst vor eine großen Koalition, denn die wäre der Reformstau schlecht hin!

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