Handelsblatt Exklusiv
Altmaier sieht Energiewende als Jobmotor

Durch die Energiewende sollen in Deutschland neue Jobs geschaffen werden.
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BerlinBundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) sieht durch die Energiewende keine Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet: „Mit dem Gelingen der Energiewende sollen zusätzliche Jobs in Deutschland geschaffen werden“, sagte Altmaier dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe). Der Umbau der Energieversorgung sei eine große Chance, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland für die nächsten 20 bis 30 Jahre zu sichern und zu stärken. Altmaier kündigte an, in der kommenden Woche ein „10-Punkte-Programm“ vorlegen zu wollen.

„Dieser Plan wird die gesetzgeberischen Schritte enthalten, die nach meiner Auffassung noch in dieser Legislaturperiode umsetzbar sind“, sagte der CDU-Politiker. Im Herbst will Altmaier dann versuchen, „die Diskussion über die Energiewende zu einem Konsens zu führen, der strittige Punkte ausräumt und uns Planungssicherheit für die nächsten Jahre garantiert“.

Den Vorwurf, die Ziele der Energiewende in Frage gestellt zu haben, wies Altmaier zurück: „Die Wirtschaft ist bereit, auch ambitionierte Ziele umzusetzen, sofern sie realistisch und seriös berechnet sind. Deshalb habe ich mich in den letzten Tagen zu Wort gemeldet, um allen Beteiligten klar zu machen, welch gewaltiger Anstrengungen es bedarf, bestimmte Ziele noch zu erreichen“, sagte Altmaier.

Es sei ihm darum gegangen, einige Ziele der Energiewende zu benennen, die nach momentanem Stand der Dinge nur schwer erreichbar seien. „Ich will prinzipiell keine falschen Erwartungen wecken“, sagte Altmaier. Als sein größtes Problem bei der Energiewende bezeichnete Altmaier „die Kürze der Zeit“.

Der Autor ist Ressortleiter Wirtschaft und Politik.
Thomas Sigmund
Handelsblatt / Ressortleiter Politik und Leiter des Hauptstadtbüros

Kommentare zu " Handelsblatt Exklusiv: Altmaier sieht Energiewende als Jobmotor"

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  • Bei der Effizienzermittlung zählen Arbeitsplätze zum Aufwand und nicht zum Ertrag. Je mehr Arbeitsplätze z.B. zur Gewinnung einer Megawattstunde Strom erforderlich sind, desto ineffizienter ist die Energiegewinnung. Der Jobmotor sollte daher besser nicht bei der Erzeugung von Strom sondern bei dessen vielfältigen und produktiven Anwendungen in Industrie, Handel, Gewerbe und Dienstleistung entstehen. Im Klartext: Lieber wenig Arbeitsplätze für möglichst viel billigen bzw. preiswerten Strom, welcher als Jobmotor zur Produktion von Waren und Dienstleistungen dient - als viele Arbeitsplätze zur Produktion von vergleichsweise teuren und wenig Zufallstrom aus EEG-Anlagen, welche dann zusätzlich im ineffizienten Backup mit herkömmlichen Kraftwerken abgesichert werden müssen. Ausreichend preiswerte Elektrizität sichert und fördert die Kreativität und volkswirtschaftliche Produktivität, teurer Strom behindert sie. Das EEG hat bisher nur einem Strompreisanstieg samt subventionierten Arbeitsplätzen gedient

  • Altmaier sollte besser schweigen, dass man ihn intelligenter.

  • Hallo Martin..Eine Diskussion über "Erneuerbare Energien" ist so sinnvoll wie eine Diskussion über das Weltenende der Zeugen Jehovas.
    In der Leserschaft gibt es sehr wahrscheinlich einige zig-% Leser die nicht der Oekoreligion anhängen aber in den Deutschsprachigen Massenmedien nur Oekoreligion vorfinden. Diese Leser freuen sich wenn Sie sachgerechte Informationen erhalten. Letztes Jahr hatte ich in der FAZ, bevor die Zensur zu streng wurde, die Fukushima Ereignisse mit Kommenataren aus technisch/naturwissenschaftlicher Sicht begleitet. Einige Dutzend Leser hatten mir private Mails geschrieben und sich meist sehr bedankt.

    Vandale

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