Handelsblatt exklusiv
Ukrainischer Präsident soll im Bundestag reden

Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko wird am 8. und 9. März zu einem offiziellen Besuch nach Deutschland kommen. Das bestätigte ein Regierungssprecher dem Handelsblatt.

HB BERLIN. Am 9. März ist ein Mittagessen mit dem Bundeskanzler geplant. Bei seinem Besuch soll Juschtschenko auch die seltene Ehre zuteil werden, im Bundestag zu sprechen. Das hat der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Volker Rühe (CDU), nach Handelsblatt-Informationen aus Parlamentskreisen in einem Brief an Bundestagspräsident Wolfgang Thierse vorgeschlagen. Er begründet dies mit der historischen Dimension der friedlichen Revolution in der Ukraine und der starken deutschen Rolle bei diesem Prozess.

Den Vorstoß unterstützen auch Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) und das Kanzleramt. Auch in der CDU-Fraktion gibt es Sympathie für den Vorschlag, der zudem von der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckhardt unterstützt wird. Die ukrainische Botschaft hatte in den vergangenen Wochen intensiv dafür geworben, dass Juschtschenko im Bundestag auftreten kann. Eine Rede vor dem deutschen Parlament gilt als besondere Auszeichnung für Staatsgäste und war bisher nur in Ausnahmefällen möglich, wie etwa für US-Präsident George W. Bush und Uno-Generalsekretär Kofi Annan im Jahr 2002.

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