Handelsblatt-Umfrage
Mehrheit der Deutschen lehnt Steuersenkungen ab

Als Antwort auf die wachsende Staatsverschuldung durch die Wirtschaftskrise fordern fast zwei Drittel der deutschen Wähler einen radikalen Sparkurs des Staats. Zugleich würde eine Mehrheit akzeptieren, dass in der nächsten Legislaturperiode Steuern erhöht werden.

BERLIN. Dieses Ergebnis steht in deutlichem Widerspruch zu den Programmen der Parteien für die Bundestagswahl am 27. September. Dort stehen bei Union, FDP, teilweise aber auch bei der SPD Steuersenkungen im Vordergrund. Aber nach einer vom Handelsblatt in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Info GmbH glauben nur 34 Prozent der in der letzten Juliwoche befragten 1500 Wahlberechtigten, dass Steuersenkungen zu mehr Wachstum führen.

Steuererhöhungen nach den Bundestagswahlen in der einen oder anderen Form erwarten dagegen nicht nur die meisten Befragten: Eine Mehrheit findet sie in bestimmten Bereichen offenbar auch richtig. So unterstützt die knappe Hälfte der Befragten höhere Steuern für " Reiche" (42 Prozent).

19 Prozent befürworten sogar Steuererhöhungen für alle Bürger und Unternehmen. Auch bei anderen Aspekten der Krisenbewältigung sind die Deutschen sehr gespalten. So lehnen mehr als 46 Prozent der Befragten ab, dass Banken in Deutschland verstaatlicht werden. 41 Prozent dagegen sehen dies als sinnvolle Option an.

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