Handelsblatt-Wahlstreet
Stoiber schadet der CDU-Aktie

Die Pannen der Union im Wahlkampf häufen sich - und an der Wahlstreet gerät die CDU/CSU-Aktie in einen Abwärtstrend. Heute quittierten die Händler an der Wahlprognosebörse von Handelsblatt.com die jüngsten Äußerungen von CSU-Chef Edmund Stoiber im Wahlkampf umgehend mit einer Flucht aus der Unions-Aktie.

HB DÜSSELDORF. Erstmals seit Handelsbeginn rutsche das Papier unter die Marke von 40 Prozent. Damit sind die Wahlkämpfer um Kanzlerkandidatin Angela Merkel erneut ein Stück von dem gestern von der CSU ausgegebenen Ziel von 45 Prozent abgerückt. Im Gegenzug konnte die SPD-Aktie um 0,69 Prozent zulegen. Das Papier klettert nun wieder Richtung 31 Prozent.

Der Handel an der Wahlstreet konzentriert sich bei der aktuellen Nachrichtenlage stark auf die beiden großen Parteien. Grüne (8,34 %), FDP (7,34 %), Linkspartei 10,40 %) liegen nahezu unverändert.

An der Wahlstreet drücken sich die Erwartungen über das Abschneiden der Parteien in der Bundestagswahl über den Preis aus. Die Händler kaufen und verkaufen die Parteiaktien mit dem Ziel, den Wert ihres Depots zu steigern. Über die Preisbildung an der Börse kann dann eine Wahlprognose abgeleitet werden.

Händler rechnen mit großer Koalition

Auch die Frage, ob es nach der Wahl zu einer Koalition kommt oder eine Partei alleine regiert, kann an der Wahlstreet gehandelt werden. Der "Koalitionsfuture" bildet diese Fragestellung ab. Derzeit glauben die Teilnehmer an eine große Koalition. Der Future für diese Konstellation wird aktuell mit 52,05 Prozent gehandelt. Die Koalition Union/FDP wird mit 45,53 Prozent bewertet. Dass die Union alleine die Regierung stellen kann, halten nur noch 0,19 Prozent für wahrscheinlich. Das Handelsvolumen an der Wahlstreet hat in der letzten Woche stetig zugenommen. Anmeldungen sind weiter möglich.

Ziel der » "Wahlstreet" ist eine möglichst genaue Prognose über den Ausgang der Bundestagswahl am 18. September. An der Wahlstreet kann jeder teilnehmen. Besucher können ohne Registrierung die aktuellen Kurse einsehen. Die Teilnahme kostet keine Gebühren. Aufgrund das Handels mit echtem Geld ist die Börse ein Frühindikator für künftige Umfragen bzw. die spätere Wahl. Oftmals wurde das jeweilige Wahlergebnis genauer vorhergesagt als die etablierten Meinungsforschungsinstitute.

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