Handelsblatt-Wahlstreet
Unions-Aktien im Abwärtstrend

Die Strategie der SPD mit der Diskussion über eine große Koalition scheint aufzugehen: An der "Wahlstreet", der Wahlprognosebörse von Handelsblatt.com, können SPD und Grünen zulegen, während die Linkspartei deutliche Verluste hinnehmen muss. Die CDU ist mittlerweile unter die Marke von 40 Prozent gerutscht.

HB DÜSSELDORF. Bei rund 30,7 Prozent werden aktuell die Sozialdemokraten "gehandelt" - noch am Freitag stand die "Aktie" bei 29,6 Prozent. Auch die Grünen können offensichtlich von Überlegegungen der SPD-Minister Hans Eichel, Wolfgang Clement und Otto Schily über eine gemeinsame Regierung von Union und SPD profitieren. Die Alternativen haben sich gegenüber dem Samstag von 8,3 auf 9,4 Prozent verbessert.

Profitieren konnten beide Parteien vom Linksbündnis, deren Aktie an der seit Freitag ins Rutschen gerät. 10,8 Prozent lautete die Notierung noch vor vier Tagen, aktuell erwarten die Handler ein Wahlergebnis von 10,3 Prozent.

Ihren Abwärtstrend stoppen konnte am Montag die CDU/CSU. Das Verwechseln von Brutto und Netto von Kanzlerkandidaten Angela Merkel und die Äußerungen von Jörg Schönbohm, Innenminister von Brandenburg, zum Proletatariat im Osten ließen die "Union-Aktie" von 40,5 auf 39,4 sinken. Aktuell erwarten die Handler an der Wahlstreet ein Ergebnis von 39,8 Prozent. Leicht an Bedeutung verliert die FDP, die von 7,45 auf 7,35 Prozent verloren hat.

Die aktuellen Kurse der "Wahlstreet"

Ziel der » "Wahlstreet" ist eine möglichst genaue Prognose über den Ausgang der Bundestagswahl am 18. September. An der Wahlstreet kann jeder teilnehmen. Besucher können ohne Registrierung die aktuellen Kurse einsehen.Die Teilnahme kostet keine Gebühren. Die Regeln sind denkbar einfach: Jeder Teilnehmer setzt zwischen 5 und 50 Euro Startkapital ein, gehandelt wird bis kurz vor 18 Uhr am Wahlabend. Am Ende bekommt jeder Händler den Gegenwert seiner Aktiendepots wieder ausbezahlt. Die Prognosefähigkeit der "Börse" ist hoch: Sie hat oftmals das jeweilige Wahlergebnis sogar genauer vorhergesagt als die etablierten Meinungsforschungsinstitute.

Insgesamt hat das Handelsvolumen an der Wahlstreet deutlich zugenommen, mittlerweile sind rund 1000 Händler aktiv.

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