Handelshemmnisse Schwellenländer torpedieren deutsche Exporteure

Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft schlagen Alarm: Deutsche Exporteure sehen sich auf Auslandsmärkten zunehmend massiven Handelsbarrieren gegenüber. Ein Fall für die Bundesregierung, meint der Außenhandelsverband.
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Container auf dem Burchardkai im Hamburger Hafen: Würden Handelshemmnisse wegfallen, könnte der deutsche Export um mehr als zehn Milliarden Euro höher liegen, schätzt der DIHK. Quelle: ap

Container auf dem Burchardkai im Hamburger Hafen: Würden Handelshemmnisse wegfallen, könnte der deutsche Export um mehr als zehn Milliarden Euro höher liegen, schätzt der DIHK.

(Foto: ap)

BerlinDer Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), beklagen wachsende Hürden für deutsche Exporteure auf Auslandsmärkten. Auf Kritik stößt bei BGA-Präsident Anton Börner vor allem, dass die Schwellenländer Marktzugänge blockieren. Er sieht daher die Bundesregierung in der Pflicht, aktiv zu werden.

In gleichem Maße, wie die Zölle abgebaut werden, seien technische Handelshemmnisse „weltweit unaufhaltsam auf dem Vormarsch“, sagte Börner Handelsblatt Online. „Besonders Schwellenländer wie Brasilien, Argentinien und Russland versuchen auf diesem Wege, sich unliebsame Konkurrenz vom Leib zu halten.“ Hierzu gehörten unterschiedliche technische Standards sowie Sicherheitsvorschriften unter dem Deckmantel des Verbraucherschutzes, sagte Börner weiter. „Hier kann die Bundesregierung in bilateralen Regierungsverhandlungen versuchen Einfluss zu nehmen, besonders wirksam ist es aber, wenn die EU-Länder zusammenstehen und mit vereinte Kräften in den Drittländern auf freien Marktzugang drängen.“

Kritisch sieht Börner zudem, dass oft einheimische Unternehmen gegenüber deutschen Unternehmen bevorzugt würden, wenn es um die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen geht. „Dies gilt für China ebenso wie zum Beispiel für die USA, wo wir hoffen, dass ein transatlantisches Freihandelsabkommen für Verbesserungen sorgen kann.“

DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier konstatierte, dass die Liste an weltweiten Handelshemmnissen für deutsche Exporteure „länger und länger“ werde. Das ist auch das zentrale Ergebnis des aktuellen DIHK-Außenwirtschaftsreports, den Treier heute vorstellte. Würden die festgestellten Behinderungen wegfallen, könnte der deutsche Export um mehr als zehn Milliarden Euro höher liegen, sagte er. Treier begrüßte in diesem Zusammenhang die kürzlich begonnen Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen Europäern und USA. Das könnte Erleichterungen für den Handel bringen.

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25 Kommentare zu "Handelshemmnisse: Schwellenländer torpedieren deutsche Exporteure"

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  • "die Deutschland weiterhin als besetztes Land ansehen"
    Nicht den Amerikanern fehlt der realistische Blick, sondern solchen Deutschen Nulpen, die solche Kommentare abgeben!
    Deutschland befindet sich seit der Kapitulation im Waffenstillstand und unter amerikanischer Verwaltung! Die koennen deshalb machen, was sie fuer Richtig halten!
    Bitte erst mal informieren, bevor sie hier so einen Quatsch von sich geben!

  • HB
    Was sit los, dass Sie so einen Müll zuulassen, aber in andren Artikel ganz normale Beiträge löschen?

  • Lexus
    jettz hören Sie mal auf mit Ihrem Müll

  • Es wird Zeit, das die Politik unsere Wirtschaftsform neu überdenkt ! Durch Entzug der notwendigen LEITPLANKEN im Arbeitsrecht und Finanzen, ist die VERLOTTERUNG deutlich sichtbar (seit ROT/GRÜN) !

    Ein RÜCKSCHRITT im 21. Jahrhundert !!!

    Es gibt leider, zuviele Beispiele, wie unser EXPORT/IMPORT mit viel Leid und Ausbeutung und nur mit Ausbeutung funktioniert, global und in D !

    Unsere derzeitige Wirtschaftsform ist KRANK, sehr KRANK !

    Ständiger unnötiger WACHSTUM mit wachsender Weltbevölkerung, ist auf Dauer für die Gattung Mensch bedrohlich !

  • @LEXUS: [...]
    Wenn tausende solcher Leute wie "LEXUS" einwandern: JA. Solche unbrauchbaren Leute finden nicht einmal in Deutschland einen Platz. Das ist aus Ihren niederen Emails erlesbar. Müllfrust, den niemand abtransportieren will. [...]

    +++ Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte werden Sie nicht persönlich. Halten Sie sich an unsere Forenregeln: www.handelsblatt.com/netiquette +++

  • Für einen Ingenieurstitel haben Sie eine zu niedere Intelligenz! Kann man verstehen, dass keine Firma so einen Asozialen will. Sie sind einer von denen, die Hartz-VI hier in D einsaugen statt in Ihrem Heimatland Aufbauarbeit zu leisten! Demnächst fahren Sie mit diesem Scheißkarren an irgendeine Hauswand, so verrückt wie Sie sind. Aber Freitag-Abend ist offenbar Ausgang für die Entrückten Hartz-VI-Bezieher, niemand passt auf sie auf. Hartz-VI-Kissenkriecher!!! Ohne unseren Staat wären Sie längst hinüber!!

  • @Lexus: "...mehr Wert als Sie.." - Schizophrenie in Reinform. Hat der Dienstaufseher Ihrer Station Berger den Dienst quittiert? Ihnen kein Abendessen gemacht? Gehen Sie zurück in Ihre Heimat, bauen Sie dort auf, - aber Hartz-VI gibt es dann nicht, Monsieur! Und: stationäre Kandiaten, hier voll versorgt, sind dort Straßenware. Bei dieser Intelligenz sicherlich das einzig Wahre!! Und jetzt: ab ins Zimmer mit "LEXUS", dort am Ravensburger Spielbrett spielen, mit Figuren, die giftfrei weil nicht in China hergestellt sind!!

  • """Kritisch sieht Börner zudem, dass oft einheimische Unternehmen gegenüber deutschen Unternehmen bevorzugt würden, wenn es um die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen geht.
    „Dies gilt für China ebenso wie zum Beispiel für die USA, wo wir hoffen, dass ein transatlantisches Freihandelsabkommen für Verbesserungen sorgen kann.“""

    Ich finde es absolut normal zunächst den einheimischen Markt zu schützen und zu stützen. NICHT normal fände ich es, wenn ich mich zuerst um das Wohl meines Nachbarn kümmerte, bevor ich meinen Kindern etwas zukommen ließe! Das wäre nach meiner Überzeugung sogar überaus krank!
    Doch genau das macht die Bundesregierung. Sie sorgt dafür, dass es (demnächst mit dem Freihandelsabkommen erst Recht) der USA, die sich ausschließlich für ihre eigenen Märkte interessiert, besser geht, als dem heimischen Markt.
    KRANK eben!

    Wobei ich auch den Unternehmen in Deutschland einen heftigen Vorwurf machen muss, denn mit ihrer Haltung zu Dumpinglöhnen und der Aufrechterhaltung des Niedriglohnsektors machen sie sich bei der zunehmenden Verelendung des deutschen Volkes mit schuldig!
    Sie werden getrieben von maßloser Gier, Rücksichtslosigkeit und Skrupellosigkeit!
    Sie sind also nicht etwa besser als Unternehmen in den USA!

  • @Lexus: bevor Sie so einen Müll hier verbreiten bedenken Sie einmal, dass etwa Kinderspielzeug aus China hochgiftig durchsetzt ist, von deutschen Fabrikaten aber nicht. Aber Sie sind sicherlich ein Einzelgänger, haben keine Familie. Wenn man diese Länder, die so rücksichtslos auf Umwelt und Mensch produzieren, wo die MEnschen nun in China gehäuft an Lungenkrebs durch die starke Luftverschmutzung sterben, ja die Manager dem Land freiwillig den Rücken kehren WEGEN dieser starken Luftverschmutzung, wenn man dann diesen Umweltverschmutzter Nr. 1 neben den USA noch lobt, dann muss man wirklich HIRNFREI sein.

  • @margit117888: "Monsanto will auch den europ. Markt voll undg anz übernehmen." - WAS ist dass denn für eine Schlafnummer mit fehlenden Lettern?? Monsanto hat bereits Ende Mai das europäische Schlachtfeld offiziell verlassen. [...]

    +++ Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte werden Sie nicht persönlich. Halten Sie sich an unsere Forenregeln: www.handelsblatt.com/netiquette +++

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