Handelshemmnisse
Schwellenländer torpedieren deutsche Exporteure

Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft schlagen Alarm: Deutsche Exporteure sehen sich auf Auslandsmärkten zunehmend massiven Handelsbarrieren gegenüber. Ein Fall für die Bundesregierung, meint der Außenhandelsverband.
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BerlinDer Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), beklagen wachsende Hürden für deutsche Exporteure auf Auslandsmärkten. Auf Kritik stößt bei BGA-Präsident Anton Börner vor allem, dass die Schwellenländer Marktzugänge blockieren. Er sieht daher die Bundesregierung in der Pflicht, aktiv zu werden.

In gleichem Maße, wie die Zölle abgebaut werden, seien technische Handelshemmnisse „weltweit unaufhaltsam auf dem Vormarsch“, sagte Börner Handelsblatt Online. „Besonders Schwellenländer wie Brasilien, Argentinien und Russland versuchen auf diesem Wege, sich unliebsame Konkurrenz vom Leib zu halten.“ Hierzu gehörten unterschiedliche technische Standards sowie Sicherheitsvorschriften unter dem Deckmantel des Verbraucherschutzes, sagte Börner weiter. „Hier kann die Bundesregierung in bilateralen Regierungsverhandlungen versuchen Einfluss zu nehmen, besonders wirksam ist es aber, wenn die EU-Länder zusammenstehen und mit vereinte Kräften in den Drittländern auf freien Marktzugang drängen.“

Kritisch sieht Börner zudem, dass oft einheimische Unternehmen gegenüber deutschen Unternehmen bevorzugt würden, wenn es um die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen geht. „Dies gilt für China ebenso wie zum Beispiel für die USA, wo wir hoffen, dass ein transatlantisches Freihandelsabkommen für Verbesserungen sorgen kann.“

DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier konstatierte, dass die Liste an weltweiten Handelshemmnissen für deutsche Exporteure „länger und länger“ werde. Das ist auch das zentrale Ergebnis des aktuellen DIHK-Außenwirtschaftsreports, den Treier heute vorstellte. Würden die festgestellten Behinderungen wegfallen, könnte der deutsche Export um mehr als zehn Milliarden Euro höher liegen, sagte er. Treier begrüßte in diesem Zusammenhang die kürzlich begonnen Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen Europäern und USA. Das könnte Erleichterungen für den Handel bringen.

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Kommentare zu " Handelshemmnisse: Schwellenländer torpedieren deutsche Exporteure"

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  • "die Deutschland weiterhin als besetztes Land ansehen"
    Nicht den Amerikanern fehlt der realistische Blick, sondern solchen Deutschen Nulpen, die solche Kommentare abgeben!
    Deutschland befindet sich seit der Kapitulation im Waffenstillstand und unter amerikanischer Verwaltung! Die koennen deshalb machen, was sie fuer Richtig halten!
    Bitte erst mal informieren, bevor sie hier so einen Quatsch von sich geben!

  • HB
    Was sit los, dass Sie so einen Müll zuulassen, aber in andren Artikel ganz normale Beiträge löschen?

  • Lexus
    jettz hören Sie mal auf mit Ihrem Müll

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