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Handwerk: 10 000 Lehrstellen sind noch frei

Das Ausbildungsjahr hat längst begonnen, doch noch immer sind Tausende Ausbildungsplätze im Handwerk unbesetzt. Manches Unternehmen sucht händeringend nach geeigneten Bewerbern. Für die kommenden Jahre erwarten Fachleute sogar eine weitere Verschärfung der Lage.

Mancher Handwerker sucht händeringend Azubis. Quelle: ap
Mancher Handwerker sucht händeringend Azubis. Quelle: ap

HB BERLIN. Im Handwerk werden wegen der weiter sinkenden Zahl der Schulabgänger immer weniger neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. So seien nach der jüngsten Bilanz des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) bundesweit bis zum 31. Oktober 157  163 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen worden, schreibt die „Leipziger Volkszeitung“ am Freitag.

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Das seien 5,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Osten habe es sogar einen Rückgang von 10,1 und im Westen von 4,8 Prozent gegeben. Nach Einschätzung von ZDH-Präsident Otto Kentzler lässt sich das Ergebnis bis zum Jahresende nur noch geringfügig steigern. Er rechne insgesamt mit einem Rückgang um rund fünf Prozent, sagte er der Zeitung. Die Betriebe suchten händeringend Lehrlinge. Gegenwärtig stünden wenigen unvermittelten Bewerbern allein im Handwerk noch mehr als 10  000 freie Lehrstellen zu Verfügung.

Der Handwerkspräsident verwies darauf, dass die Zahl der Schulabgänger 2009 in Ostdeutschland um rund 26  000 im Vergleich zum Vorjahr gesunken sei. Das sei ein Minus von 15,6 Prozent während die Ausbildungsverträge nur um 10,1 abgenommen hätten. Kentzler forderte, ab 2011 den dann auslaufenden Ausbildungspakt zwischen der Bundesregierung und den Spitzenverbänden der Wirtschaft zu einem Pakt für Fachkräftesicherung umzugestalten.

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