Handwerkspräsident Kentzler „Wer kann, soll bis 70 arbeiten“

Handwerkspräsident Otto Kenztler plädiert wegen des zunehmenden Fachkräftemangels für eine Rente mit 70. Allerdings stoßen solche Vorschläge nur auf sehr geringe Zustimmung in der Bevölkerung. Im Gegenteil: Eine große Mehrheit der Deutschen liebäugelt mit der Rente vor dem 65. Geburtstag.
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Otto Kentzler: Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks glaubt, dass ältere Arbeitnehmer dringend gebraucht werden. Quelle: dapd

Otto Kentzler: Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks glaubt, dass ältere Arbeitnehmer dringend gebraucht werden.

(Foto: dapd)

Berlin"Wer kann, soll bis 70 arbeiten", sagte Kentzler dem Magazin "Focus". Viele Ältere seien fit, sagte er. "Selbst wenn sie nur halbe Tage arbeiten, ihre Erfahrung kann uns helfen." Einer GfK-Umfrage für die "Welt am Sonntag" zufolge wären jedoch gerade einmal 1,6 Prozent der Befragten bereit, über das 69. Lebensalter hinaus erwerbstätig zu sein. Selbst die Rente mit 67 stößt auf geringe Akzeptanz.

Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks argumentierte, bereits jetzt müssten Betriebe Aufträge ablehnen, weil ihnen die Fachkräfte fehlten. Einige Unternehmen hätten auch das Tempo der demografischen Entwicklung unterschätzt, sagte Kentzler. Um den Fachkräftemangel zu entschärfen, müsse man sich auch verstärkt um diejenigen bemühen, die keinen Schulabschluss hätten. Zuwanderung sei nur ein kleiner Teil der Lösung, denn zum einen kämen zu wenige Ausländer, zum anderen müssten sie erst sprachlich und fachlich auf eine Ausbildung vorbereitet werden.

Ein Mangel herrscht nicht nur bei den Hochqualifizierten. "Fachkräfteengpässe zeigen sich mehr und mehr auch bei beruflich Qualifizierten", sagte Achim Dercks, der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), der "Welt am Sonntag". "Vier von zehn Unternehmen, die Stellenbesetzungsprobleme haben, suchen derzeit ohne Erfolg dual ausgebildete Fachkräfte." Vor allem in technischen Berufen und im Gesundheitswesen hätten bereits heute viele Unternehmen Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen.

Nach einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) für die Zeitung gibt es 119 Berufe, bei denen die Zahl der Stellenangebote die der im Juni gemeldeten Arbeitslosen übersteigt. Mehr als drei Viertel dieser Berufe werde von Fachkräften ohne Studium ausgeübt. So ist der Engpass bei Kellnern, Klempnern und Pflegekräften größer als bei studierten Vermessungstechnikern und Ärzten.

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46 Kommentare zu "Handwerkspräsident Kentzler: „Wer kann, soll bis 70 arbeiten“"

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  • Der Handwerspräsident macht es sich sehr einfach: wer will soll bis 70 oder drüber arbeiten. Herr, Kentzler, die Leute müssen!. Hätten diese Geschundenen die Beamenpensionen von 2680,-- mon. würden sie nicht weiter arbeiten (wenn sie können). Die BILD von heute sagt die volle Wahrheit: die Ungleichbehandlung zwischen Pensionen und Renten sind himmelschreiend.

  • Wunschrentenalter ab 55! Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld? Ein künstliches Hüftgelenk, ein Bypass: Und das Eingezahlte ist weg. Danach auf H4. Ein Lösungsvorschlag.

  • Ist noch Sommerloch?
    Wer ist Otto Kentzler?
    Haben alle Profilierungssüchtigen ihr Statement jetzt abgegeben?

    Ich bin der Meinung, "Wer kann soll bis 72 arbeiten."

    (Jetzt hab ich Euch's aber gezeigt!)




  • Das Problem ist, dass Euch der Deutsche Staat da reinzwingt. Denn über die "Altervorsorge" entscheidet der Staat, nicht Ihr. Wenn Ihr also nicht wollt, dann streicht Euch der Staat das Einkommen im Alter (=Rente) zusammen, in der Folge gehts weiter. Bis ins Grab.

  • "......., ihre Erfahrung kann uns helfen."

    Wie geht man mit diesen Arbeitnehmern bisher um ?

    Ich glaube, Ihr Ruhestand ist überfällig !!!


  • Trauen Sie dem Hitler nach ?
    Ich glaube, Sie sollten überlegen, bevor Sie schreiben.

  • Statt solchen Unsinn zu verbreiten, schauen Sie doch mit welchem Alter man in Deutschland tatsächlich in Rente geht...

  • Die Beschäftigungsquote der 50- bis60-jährigen Deutschen steht bei weniger als 50 % ...
    Für die Altersgruppe 60 bis 65, liegt sie bei ungefähr 30 %.

    Knapp 20% der französischen Arbeitnehmer verdienen den Mindestlohn, der bei 9.43 €, also 7.50 € netto, liegt.
    Die Lebenskosten sind dort viel höher als in Deutschland und die Löhne im Durchschnitt, weit geringer.

  • Diese Ansicht kann auch nur ein hauptamtlicher
    Funktionär vertreten, also jemand, der weder
    für den Staat noch die Wirtschaft wichtig ist...
    auf freiwilliger Basis und in Einzelfällen ist
    denkbar,nach Erreichen der Regelaltersgrenze
    seine Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen,
    zumindest stundenweise...wer vorher schon nur
    Tätigkeiten im Büro verrichtet hat, dem mag
    das leicht fallen, bei einer täglich körperlich
    anstrengenden Tätigkeit ist irgendwann einfach
    mal die Luft restlos raus...

  • Das heißt das alle Deutschen Rentner sich darauf einstellen müssen mit 1/5 weniger Rente in Rente zu gehen.
    Von 1150-1250 Euro. Je nachdem wie man versichert wurde.
    Wer aus Arbeitslosigkeit diese 45 Arbeitsjahre nicht voll bekommt--kann gleich Grunsicherung beantragen die liegt + Miet-Strom-Gas-Anteil so um 800 EU in 10 JH wegen der Inflation; ab 63 Jh.
    Das heißt es gibt einen break even point an der sich Arbeit einfach nicht mehr lohnt für einfache Arbeiter + Angestellte in der BRD. Da sich ein Mensch egal woher auf der Welt sich einfach nur in der BRD niederlassen kann, ohne einen Tag gearbeitet zu haben und der erhält dann ab dem 63 Lebensjahr Grundsicherung, die andere sich erst nach 30 Arbeitsjahren erarbeitet haben.

    Das heißt 1/5 seiner Lebensarbeitsleistung muß jeder Rentner der heutigen Rettungspolitik der Kanzlerin Merkel und der 1 % Politik der EZB unter Mario Draghi opfern; das heißt 1/5 seines Lebensstandarts als Rentner. Wobei Frau Merkel sicherlich als BK-töse eine Pension um die 20000 EU beziehen wird + aus diversen Funktionärstätigkeiten als Dankeschön der Industrie, dasselbe gilt für Herrn Draghi-als Dankeschön innerhalb der EU das Rentenniveau um 1/5 im 10 Jahren heruntergefahren zu haben.

    Spart kosten un steigert die Rendite der Firmenbesitzer = der Reichen.

    Aber das wird noch lange nicht das Ende sein.

    Und deshalb wählen alle am 22. September 2013, die Angelika Merkel wieder als Kanzlerin für Ihre hervorragende Arbeit am Deutschen Volk als erste Kazlertöse mit richtig viel Ahnung und 1. Frau oder so ähnlich ins Amt; Sie ist ja so beliebt.

    Die Comatöse Politik der EZB heute und die Folgen kann der Straßen-Deutsche noch nicht erahnen. Die BK-töse ist in 10 Jh schon Geschichte und genießt in Saus und Braus Ihr leben irgendwo auf der Welt.

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