Hans-Peter Friedrich: Ein Strippenzieher als Innenminister

Hans-Peter Friedrich
Ein Strippenzieher als Innenminister

Nach Guttenbergs Rücktritt muss auch ein neuer Innenminister her. Das soll CSU-Landesgruppenchef Friedrich machen - für einige eine Überraschung. Doch er bringt wichtige Voraussetzungen mit.
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BerlinHans-Peter Friedrich soll sich erst geweigert haben. Doch dann waren die Rufe zu laut, dass der CSU-Landesgruppenchef ins Kabinett wechseln und Innenminister werden soll. Der 53-Jährige wird nun eine Schaltstelle der Bundesregierung besetzen. Er muss sich unter anderem um die innere Sicherheit, um die Terrorgefahr kümmern.

Friedrich bringt mehrere wichtige Voraussetzungen für das neue Amt mit: Er ist gelernter Jurist. Er arbeitet ruhig und er kann Strippen im Hintergrund ziehen. Als Landesgruppenvorsitzender im Bundestag hat er eine gängige Erwartung nicht erfüllt: Er poltert nicht drauf los und ist kein Freund der schnellen politischen Attacken. Damit enttäuschte er so manchen CSU-Politiker, der eher auf Krawall gebürstet ist - gewann aber parteiübergreifend Respekt.

Friedrich ist anders als der frühere Landesgruppenchef und jetzige Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer kein großer Redner. Er nutzt auch nicht die große Bühne wie Seehofer. „Ich bin kein Hoppla-jetzt-komm-ich-Typ“, hat Friedrich einmal über sich selbst gesagt. Er kennt seine Grenzen. Der frühere Unionsfraktionsvize kann sich allerdings durchsetzen. Das hat er mehrfach bewiesen. Insofern darf seine meist ruhige Art nicht trügen.

Vor einem Jahr fuhr er CSU-Chef Horst Seehofer in Wildbad Kreuth vor laufenden Kameras in die Parade, als Seehofer bei seiner Ankunft nach Friedrichs Geschmack zu lange mit den Journalisten sprach. Er stellte klar, dass er ja als CSU-Landesgruppenchef der Gastgeber der Tagung sei. Er wusste wohl, dass die traditionelle Klausur der Bundestags-CSU zum Jahresanfang bundesweite Aufmerksamkeit genießt.

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  • Ich verstehe die ganze Aufregung über die Äußerung über den Islam in Deutschland nicht.
    Klar ist doch, dass der Islam erst nach 1950 nach Deutschland kam. Somit ist doch Eindeutig, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört. Ich verstehe die Politiker nicht die den, Islam hofieren, während in Islamischen Ländern Christen unterdrückt und verfolgt werden. Hier gibt es zwischenzeitlich in jedem Ortsteil eine Moschee. Versuchen sie doch einmal z.B. in der Türkei eine Christliche Kirche zu bauen oder einzurichten. Da gibt es kein Dialog zwischen Islam und Christentum. Haben wir hier denn kein Rückrat mehr um auch diese Sachen ins Gespräch zu bringen. Müssen wir denn alles schlucken und uns alles bieten lassen.
    1529 und 1683 standen die Türken mit ihrem Islam vor Wien. Heute sind sie mitten unter uns. Dagegen habe ich auch nichts, aber bitte, bitte gleiches Recht für alle. Die Rechte, die der Islam hier möchte, sollen auch uns in Islamischen Ländern den Christen zugestanden werden.
    Ich bin der Meinung: Ein Kompromiss besteht aus geben und aus nehmen, und nicht nur aus nehmen und fordern.

  • Der Verantwortung wird er offensichtlich nicht gerecht, sonst würde er nicht während der Legislaturperiode das Innenministerium verlassen.

  • Traurig, dass es immer nur um Parteien geht. Wir sind nicht die SPD, Grünen, Linke, CDU, CSU, FDP etc. sondern die BRD. Ich erwarte von der Politik, dass der Beste (m/w) unabhängig vom Parteibuch ein Amt bekleidet.

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