Hartes Durchgreifen gefordert: Deutscher Export-Verband greift Italien frontal an

Hartes Durchgreifen gefordert
Deutscher Export-Verband greift Italien frontal an

Mit ungewöhnlich deutlichen Worten hat sich die deutsche Exportwirtschaft in die Euro-Debatte eingeschaltet. Verbandschef Börner dringt auf eine rasche Lösung der Probleme – notfalls gegen den Willen der Krisenländer.
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DüsseldorfDie schwelende Euro-Krise ist der deutschen Wirtschaft ein Dorn im Auge, zumal nach wie vor nicht absehbar ist, wann die anstehenden Probleme gelöst sein werden. Krisenländer wie Griechenland, Spanien oder Italien bleiben ein Risiko. Ihre Reformpolitik kommt nicht so voran, wie das die Euro-Länder erwarten. Italiens Regierungschef Mario Monti fordert gar beim Schuldenabbau mehr Hilfe von Deutschland. Und er verbindet dies mit einer unmissverständlichen an die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sollten Deutschland und die anderen Gläubigerstaaten nicht mehr Unterstützung für die Länder an der Peripherie der Eurozone zeigen, könnten die Wähler dort „heftige Gegenbewegungen“ anstoßen, sagte Monti in einem Interview mit der Zeitung „Financial Times“.

Die Investoren könnten vor allem durch Eurobonds und eine Stärkung des Rettungsfonds besänftigt werden. Das würde auch die Zinsen für Staatsanleihen drücken. Es sei im eigenen Interesse Deutschlands, sich stärker dafür einzusetzen.

Derlei Gedankenspiele schmecken der deutschen Wirtschaft nicht. Kein Wunder also, dass sich nach den euroskeptischen Äußerungen von Linde-Chef Wolfgang Reitzle vom Wochenende nun auch der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Anton F. Börner, offen für ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone zeigt, sollten sich Krisenländer wie Italien harten Reformen verweigern. „Die Tatsache, dass wir vom Euro massiv profitieren, bedeutet nicht, dass wir uns auf jeden politischen Kuhhandel einlassen dürfen, nur um die Gemeinschaftswährung zu retten“, sagte Börner Handelsblatt Online. Deutschland kämpfe für den Euro, weil sein Scheitern einen „massiven ökonomischen Preis kosten würde und unkalkulierbare politische Folgen hätte“. Ein Euro-Aus bedeute nicht weniger, „als die Schleusen zu fluten zur Renationalisierung und Protektionismus“, sagte der BGA-Chef. „Am Ende steht die Balkanisierung und Marginalisierung Europas.“

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"Das alte Europa ist nicht zukunftsfähig"

Kommentare zu " Hartes Durchgreifen gefordert: Deutscher Export-Verband greift Italien frontal an"

Alle Kommentare
  • La Germania ha nel DNA il desiderio di distruggere l'europa, lo fa periodicamente da 2.100 anni a questa parte. Purtroppo gli altri ogni 40/50 anni se ne dimenticano pensano che i tedeschi siano cambiati e si convincono che una gita in montagna con loro sia opportuna, si legano a corda doppia a loro e ....finiscono inesorabilmente nel burrone.

    Questa esperienza sarà salutare dopo l'europa capirà che la Germania in caso di necessità non solo non aiuta ma si muove per peggiorare le cose magari prendendo a prestito denaro al 2% per prestarlo alla Grecia al 6% come uno strozzino. Che promette solidarietà solo per dar tempo alle sue banche di vendere i titoli degli altri e metterli in difficoltà.

    Per fortuna questa volta invece di uccidere qualche milione di persone con le armi si sta limitando ad affamarle, è già un piccolo progresso...

    Per almeno i prossimi 40/50 saremo vaccinati e terremo la Germania lontana e questa è una buona notizia, ...poi il rischio di dimenticarsene ci sarà di nuovo purtroppo...

    Mario Carossi

  • @ PisaPisa,
    wir haben Geld, wie ich höre, obwohl ich persönlich keins habe.
    Übrigens, wer ist "Wir"?
    Wir Männer, Wir Frauen, Wir Weiße, Wir Katholiken.................?
    Gute Frage

  • @ Miss_Trauen,
    Sie sind naiv, es gibt so um die 80 Millionen Michel und jeder denkt anderes.
    Der deutsche Geldadel, über die deutsche Medien die nur auf dem Papier Pressefreiheit genießen, aber in Wirklichkeit vom deutschen Geldadel, wegen der Werbeeinnahme die dessen Überleben erlauben abhängig sind, hat das Sagen.
    Ergo, nicht die 80 rund Million deutsche Michel bestimmen wo es lang geht, sondern der deutsche Geldadel führt Regie.
    So lange für den deutschen Geldadel der Euro vom Vorteil ist, werden wir eben den Euro behalten.
    Es gibt unter denen schon ein paar Abweichler, die aber kaum eine Rolle spielen und die nur als Drohgebärde gegen andere Euroländer geduldet werden.
    Sollten Sie nicht zum Geldadel gehören, haben Sie nicht zu sagen. Basta!

  • Lustig, aber am Thema vorbei!
    Hat sich Mühe gegeben.
    Note 3 bis 4!

  • Herr Börner ist ähnlich wie Herr Reitzle ein Einfaltspinsel, wenn er ernsthaft glaubt, die Südländer könnten durch striktes Sparen wettbewerbsfähiger werden. Spätestens dann, wenn alle durch Kaputtgesparen "wettbewerbsfähiger" geworden sind, können Herr Börner und seine Kollegen ihre Waren an die Marsmännchen verkaufen. Mein Gott haben wir blöde Wirtschaftsführer.

  • @KurzUnBuendig. In den Großfamilien, die ich kenne, übernehmen Uroma und Uropa das Babysitten und die kleineren Arbeiten im Haus, die Eltern gehen arbeiten und die lieben Kleinen werden nach dem Sandmännchen ins Bett geschickt.
    Alle tun etwas, das zum Familienleben beiträgt. Von Verhungern keine Spur. Trotzdem dürfen sie noch lange nicht alle das Gleiche.
    In der Euro-Familie wollen die lieben Kleinen aber nicht erwachsen werden, sondern sich noch immer ohne wesentlichen Beitrag zum Familieneinkommen am Tisch satt essen. Die Eltern sind inzwischen müde, Oma und Opa erst recht und wünschen sich, dass die Kleinen flügge werden. Schon mal vom „Hotel Mama“ gehört?

  • Je länger die Krise dauert, umso deutlicher wird, dass dieser Euro eine einzige Fehlkonstruktion ist. Kohl hat sich mit diesem Euro wohl ein Denkmal setzen wollen, das hat er jetzt auch in negativem Sinne. Wirklich schlimm, wenn nur die politische Durchsetzbarkeit zählt, volkswirtschaftlicher und finanzwirtschaftlicher Sachverstand außen vor bleibt. Es wundert mich nicht, dass der damalige Bundesbankpräsident Pöhl sich so sehr mit Kohl überworfen hatte...

  • Solange es keine "heftigen Gegenbewegungen" in Italien gibt (Originalton Monti) gehen die Spar- und Reformübungen dort noch nicht weit genug. Es ist völlig inakzeptabel, dass der deutsche Steuerzahler für die italienischen Steuerhinterzieher aufkommt. Es ist deshalb zu begrüssen, dass immer mehr deutsche Wirtschaftsführer den Erhalt des Euros um jeden Preis ablehnen.

  • Gut, dass endlich auch aus der Wirtschaft kritische Worte zum ganzen Euro-Skandal kommen!
    Egal, es nützt ja nichts! Wenn Mutti bestimmt, dann gilt das!
    Komisch die Umfragewerte unserer ach so geliebten Angela gehen laufend nach oben!
    Ihr Satz: Stirbt der Euro, stirbt Europa! An Drama kaum zu überbieten! So ein Quatsch und ich kann das nicht mehr hören!
    Warum können wir nicht wie die Engländer bestimmen, dass wir den Euro nicht wollen, trotzdem aber in der EU bleiben! Wo ist das Problem?
    Ach fast hätt ichs vergessen, die Banken, es gilt ja die Banken zu retten!
    Armes Deutschland! Der Bürger wird in die Zwangsjacke gesteckt, dass ihm fast die Luft ausgeht - wo bitte, ist hier noch Demokratie???????

  • Sollten Deutschland und die anderen Gläubigerstaaten nicht mehr Unterstützung für die Länder an der Peripherie der Eurozone zeigen, könnten die Wähler dort „heftige Gegenbewegungen“ anstoßen, sagte Monti in einem Interview mit der Zeitung „Financial Times“.

    Das klingt nicht nur nach einer Drohung sondern es ist bereits eine Bankrotterklärung von Monti, die Italienkrise nicht in den Griff zu bekommen. Die Fiskalunion verkommt langsam zu einer billigen „Fies-kahl-union“. Der Rettungsschirm scheint nicht „aufzugehen" und er wird auch nicht in jenen erwarteten Dimensionen aufgehen können. Schulden können auf Dauer eben nicht durch weitere Schulden „begradigt“ werden. Ebenso wie sich ein Münchhausen nicht an seinem Schopf einfach aus dem Sumpf ziehen kann- damals ging vielleicht so etwas -aber heute besteht keine Chance dafür.
    Was also die „befürchteten heftigen Gegenbewegungen“ des Herrn Monti betrifft, diese können nur eines bewirken, dass man wieder auf dem Teppich landet und wieder 1+1=2 richtig zusammen zählt.

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