Hauptsächlich im Westen
Linkspartei meldet steigende Mitgliederzahlen

Anders als alle anderen Parteien gewinnt die Linkspartei Mitglieder hinzu. Ende Juni zählte die ein Jahr zuvor aus PDS und WASG fusionierte Partei 74 206 Mitglieder - "das waren rund 2200 mehr als Ende 2007", sagte Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch dem Handelsblatt. Ende 2006 hatten die beiden Vorgängerparteien zusammen noch 69 000 Mitglieder.

BERLIN. Das Wachstum der Linken findet hauptsächlich im Westen statt: "Nordrhein-Westfalen ist mittlerweile der viertgrößte Landesverband hinter Sachsen, Berlin und Brandenburg" so Bartsch. Der Mitgliederschwund der SPD sei eindeutig auf deren Politik zurückzuführen, "vor allem auf Schröders Agenda 2010", meint der Bundesgeschäftsführer.

Der Jubel der Christdemokraten, die mittlerweile mehr Mitglieder haben als die Sozialdemokraten, sei gleichwohl unangebracht. "Schließlich verliert die CDU ja selbst Mitglieder und hat zudem einen sehr hohen Altersdurchschnitt".

Etwas selbstkritisch fügt allerdings auch Bartsch hinzu: "Uns allen gemeinsam ist, dass wir nicht massenhaft Menschen zum Parteieintritt motivieren. Insgesamt stellen die Parteimitglieder in Deutschland nicht einmal eineinhalb Prozent der Bevölkerung".

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