Hauptstadtflughafen
Neue Probleme mit Brandschutz bei BER

Der neue Hauptstadtflughafen entwickelt sich zu einer unendlichen Geschichte. Die Probleme beim Brandschutz sind offenbar gravierender als angenommen. Womöglich müssen Teile des Terminals wieder aufgerissen werden.
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BerlinDie Probleme beim Brandschutz auf dem neuen Hauptstadtflughafen sind gravierender als bisher angenommen. Wie der Technik-Chef der Berliner Flughafengesellschaft, Horst Amann, am Samstag erklärte, hat der Brandschutzplaner „Abweichungen zwischen Brandschutzkonzept, Baugenehmigung und baulicher Realisierung des Flughafens“ eingeräumt. Er bestätigte damit Informationen der „Bild“-Zeitung.

Laut Amann ergab die Stellungnahme der Brandschutzplaner, „dass noch nicht für alle offenen Punkte tragfähige Lösungen vorliegen“. Er arbeite mit Planern und Experten an diesen Problemen. „Die weiteren Beratungen in den nächsten Tagen werden Klarheit bringen“, teilte Amann weiter mit.

 

Laut „Bild“ müssten möglicherweise große Teile des Terminals wieder aufgerissen werden. Beim Bau sei offenbar mehrfach gegen die Bauordnung verstoßen worden. Amann prüft dem Bericht zufolge mit Brandschutzgutachtern, Planern und Baufirmen, ob die geplante Eröffnung am 27. Oktober 2013 noch zu halten sei.

Ursprünglich sollte der Flughafen am 3. Juni 2012 seinen Betrieb aufnehmen. Vor allem wegen Problemen mit der Brandschutzanlage war die Eröffnung kurzfristig erst auf März, dann auf Oktober 2013 verschoben worden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Berlin gehört dem Erdboden gleichgemacht!

  • Dieser Flughafen wirft ein schlechtes Licht auf Berlin. Oder man könnte auch sagen, es passt ins Bild...

  • Man sollte den gesamten Bau abbrechen, den Flughafen privatisieren und 80 km von der Stadtgrenze entfernt einen völlig neuen Flughafen durch einen privaten Betreiber auf der grünen Wiese errichten lassen. Die Stümperei der öffentlich Bediensteten - so wie sie jetzt abgeht - wird am Ende noch teurer werden.
    Wie man überhaupt so blöd sein kann und Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes (die Flughafengesellschaft ist in der Hand von Berlin, Brandenburg und Bund) ein solches Großprojekt zutrauen konnte, begreift man nicht. Das das bei der fehlenden Kompetenz in die Hose geht, war absehbar.



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