Hauptstadtflughafen
„Wowereit garantiert weiteren BER-Schlingerkurs“

Dass Wowereit erneut BER-Aufsichtsratschef für den Berliner Großflughafen BER werden soll, stößt auf scharfe Kritik. Parteiübergreifend ist man sich einig: Mit dem SPD-Politiker kommt das Projekt nicht voran.
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BerlinDie Leidensgeschichte am geplanten Berliner Großflughafen mit dem Kürzel BER nimmt kein Ende. Heute tagt der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft – und es zeichnet sich ab, dass es nicht nur keinen Nachfolger für den scheidenden Aufsichtsratschef Matthias Platzeck (SPD) geben wird. Nein, noch schlimmer: Mangels Kandidaten kann noch nicht einmal ernsthaft über einen Nachfolger debattiert werden.

Damit läuft es wohl auf die Interimslösung hinaus, dass Platzecks Stellvertreter im Aufsichtsrat, Klaus Wowereit (SPD), das Kontrollgremium die nächsten Monate leiten wird, mindestens bis nach der Bundestagswahl. Platzeck selbst legt Ende August aus gesundheitlichen Gründen alle Ämter nieder.

In der Bundespolitik regt sich massiver Widerstand gegen Wowereit. „Wowereits Rückkehr an die Spitze des Aufsichtsrates ist ein Treppenwitz der Geschichte“, sagte der Generalsekretär der FDP, Patrick Döring, Handelsblatt Online. Er habe bei der Kontrolle des Flughafenbaus komplett versagt und wurde abberufen. „Ich kann nicht erkennen, was sich seither an seinen Fähigkeiten geändert haben soll. Statt in alte Berliner Verhältnisse zurückzufallen, sollte ein Fachmann an die Spitze des Aufsichtsrates berufen werden.“

In der Union wird die Personalie ebenfalls kritisch gesehen. „Die Rückkehr von Herrn Wowereit kann nur eine zeitlich sehr eng begrenzte Notlösung sein“, sagte der Berliner CDU-Bundestagsabgeordnete Karl-Georg Wellmann Handelsblatt Online. „Ich kenne eine Reihe von Persönlichkeiten, die für die Aufgabe geeignet wären“, fügte Wellmann hinzu ohne konkrete Namen zu nennen.

Die Grünen sehen in der Besetzung des Aufsichtsratschef-Posten mit Wowereit einen neuen Tiefpunkt im „unsäglichen Gerangel“ der Gesellschafter des BER. Ausgerechnet Wowereit solle nun wieder Chef des zerstrittenen Gremiums werden. „Ihm fehlt der Überblick, das Interesse und der Gesprächsfaden zur BER-Spitze“, sagte der Vorsitzende des Bundestags-Verkehrsausschusses, Anton Hofreiter, Handelsblatt Online. „Er garantiert einen weiteren Schlingerkurs des Projektes.“

Kommentare zu " Hauptstadtflughafen: „Wowereit garantiert weiteren BER-Schlingerkurs“"

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  • dieser Ramsauer hat in dem 1991 in stalinistischer (Ost)Verantwortung übertragenen Verkehrs-Ministerium nichts zu sagen,
    der ist das Presse-Bild für den West Michel.

    Der Rest des Ministerium Implodiert im Minimaleismus nicht anders wie D-Bahn, Bildungssystem, ARGE, Gesundheitsministerium,
    dieser IM Friedrich ebenso völlig Hilflos! oder das exBUM Röttgen Bundeskanzler in Spe nach diesen Medien.

    Die Täter der Verheimlichungen des Dilettantismus sitzen in den Massenmedien - Umsetzer ihres Diktat!
    Denunzianten wie dieser Bild Dieckmann!

  • Willst Du knapp bei Kasse sein, setz' Dein Geld auf Wowereit!

  • @Der-Meister

    Jaja Herrn Ramsauer kritisieren fällt ihnen scheinbar sehr leicht, dabei haben sie scheinbar nur wenig Ahnung zum eigentlichen Thema.

    Die Betreibergesellschaft Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) gehört zu je 37% den Ländern Brandenburg und Berlin, dem Bund (vertreten durch Herrn Ramsauer) hält lediglich 26%.

    Die hauptsächliche Verantwortung für die Besetzung von Posten liegt folglich aufgrund der Eigentümerstruktur bei den Ländern.

    Der Rest ist nur Parteiengeplänkel und Wahlkampf.

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