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Haushaltsentwurf 2011: Arbeitsmarkt wird zur Geldmaschine

Das Jobwunder erleichtert der Bundesregierung die Sanierung der Staatsfinanzen. De facto verschiebt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble die Haushaltsprobleme aus seinem Etat an die Arbeitsagentur. Doch nur wenn die Arbeitslosigkeit weiter sinkt, geht das Sparkonzept auf.

Haushaltskonsolidierung im Zeichen der Bundesagentur für Arbeit. Quelle: dpa
Haushaltskonsolidierung im Zeichen der Bundesagentur für Arbeit. Quelle: dpa

BERLIN/DÜSSELDORF. Die Bundesregierung setzt bei ihrer Finanzplanung auf den Arbeitsmarkt. Ab 2013 soll die Bundesagentur für Arbeit (BA) Überschüsse erwirtschaften und beginnen, ihre Schulden beim Bund abzustottern. Das geht aus der Vorlage für den Haushalt und die mittelfristige Finanzplanung hervor, die das Bundeskabinett am Mittwoch beschließen wird.

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Der Arbeitsmarkt habe sich trotz Rezession „erfreulich robust“ gezeigt, heißt es darin. Nach den aktuellen Prognosen erscheine es „durchaus realistisch“, dass die Arbeitsagentur (BA) schon 2010 drei Mrd. Euro weniger benötige als geplant. Bislang ist im Etat 2010 ein Extra-Zuschuss an die BA von 12,8 Mrd. Euro vorgesehen. 2011 soll die Behörde nur noch ein Darlehen von 6,6 Mrd. Euro bekommen, 2012 erneut 2,2 Mrd. Euro. Schon 2013 soll die BA einen Überschuss von 0,6 Mrd. Euro und 2014 gar von 2,4 Mrd. Euro erwirtschaften und an den Bund zurückzahlen.

Tatsächlich haben sich die Finanzen der Arbeitsagentur im ersten Halbjahr wesentlich besser als erwartet entwickelt. Statt der intern eingeplanten 4,13 Mrd. Euro machte die Behörde bislang lediglich 1,54 Mrd. Euro Defizit, hieß es aus der Behörde. Vergangene Woche hatte die BA die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Juni seit 1992 gemeldet. Für den Herbst werden weniger als drei Millionen Arbeitslose erwartet. Das Institut für Weltwirtschaft rechnet gar damit, dass 2011 im Schnitt weniger als drei Millionen Menschen arbeitslos sein werden.

Angesichts der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat die Regierung dort großes Sparpotenzial ausgemacht. Allein bei den Förderprogrammen für Arbeitslose will sie kurzfristig zwei Mrd. Euro sparen. Bis 2014 sollen die Ausgaben dafür sogar um fünf Mrd. Euro sinken. Haushaltstechnisch ist dies leicht zu erreichen: Man stellt im Etat einfach weniger Geld bereit. Der Fördertopf für Hartz-IV-Bezieher schrumpft so 2011 auf 9,5 Mrd. Euro.

De facto verschiebt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) so aber nur das Problem aus seinem Etat an die Arbeitsagentur. Denn klar ist nur, dass die Arbeitsvermittler den Arbeitslosen weniger Förderung anbieten können. Ob die Rechnung aufgeht, hängt von der Konjunktur ab: Sinkt die Arbeitslosigkeit weiter, geht wohl alles gut. Sollte sie jedoch steigen, könnte auf die reduzierte Förderung sogar ein umso stärkerer Anstieg der Ausgaben für Arbeitslosengeld folgen – und die Regierung Geld nachschießen müssen.

  • 06.07.2010, 09:00 UhrAnonymer Benutzer: morchel

    @handelsblatt bitte nicht diese lügen vom jobwunder übernehmen,dafür geht es den patienten wirklich zu schlecht.alle mir bekannten daten sagen eine hyperinflation vorraus,sowie den totalen zusammenbruch dieser auf ausbeutung von menschen,natur,lebensgrundlage,nicht funktionierender gesellschaft vorraus es gibt weit mehr menschen ohne arbeit,warum wird nicht regiert in diesem land,es ist so einfach zu erklären,ganz einfach und logisch wie kann man ohne mittel noch gestalten wie im kleinen so im grossen wenn ausser schulden nichts vorhanden ist kann der wille alleine nicht gestalten,so ist das mit der umverteilung,ein problem bleibt wohin mit den ganzen verlierern.die umverteiler haben schon pläne,nur es ist noch nicht der zeitpunkt da sie zu realisieren.

  • 05.07.2010, 14:23 UhrAnonymer Benutzer: Don Quijote

    hoffentlich ist genug für alle da *hüstel*

    "Rund neun Millionen Menschen wünschen sich (mehr) Arbeit"

    http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/internet/DE/Navigation/Publikationen/STATmagazin/2010/Arbeitsmarkt2010__06,templateid=renderPrint.psml__nnn=true

  • 05.07.2010, 10:07 UhrAnonymer Benutzer: aruba

    Guten Tag,..... Wo um alles in der Welt holen die Luegner diese Zahlen her. Nichts aber auch gar nichts ist besser. Schon gar nicht die Arbeitslosen-zahlen. So wie jede bank, jede Versicherung,..... ja jeder betrieb seine Zahlen schoent; genauso tut es der Schaeuble und das blondchen. ich bitte Sie, benutzen Sie keine Ausdruecke wie " Jobwunder ". das wirkt nicht gut auf erwachsene Leute. Ein Staat, der sich mit Kriminellen vereint um Adressen und Kontonummern zu kaufen; der luegt und betruegt auch! Lassen Sie sich nicht vor diesen Karren spannen. Schon gar nicht in vorauseilendem Gehorsam. besten Dank

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