Haushaltsloch drastisch gesunken
Steuereinnahmen füllen öffentliche Kassen

Das Haushaltsloch bei Bund, Ländern und Gemeinden ist im vergangenen Jahr kräftig gesunken. Vor allem höhere Steuereinnahmen machten sich bemerkbar.

HB WIESBADEN. Die Differenz von öffentlichen Einnahmen und Ausgaben lag 2006 bei 15,3 Milliarden Euro nach 57,1 Milliarden im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Einnahmen der öffentlichen Haushalte stiegen 2006 demnach um 4,4 Prozent auf 987,2 Milliarden Euro.

Als Grund nannten die amtlichen Statistiker ein kräftiges Plus bei den Steuereinnahmen und anderen Abgaben von insgesamt 6,7 Prozent. Die Ausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden blieben im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert bei 1.002,5 Milliarden Euro.

Die stärkste Verbesserung beim Finanzierungssaldo wies 2006 die Sozialversicherung auf: Sie erzielte einen Überschuss von 20,5 Milliarden Euro, nachdem sie im Vorjahr noch ein Defizit von 3,3 Milliarden Euro gemeldet hatte. Auch die Gemeinden und Gemeindeverbände bauten ihr Vorjahresdefizit in Höhe von 2,3 Milliarden Euro vollständig ab und erreichten einen Überschuss von 3,0 Milliarden.

Der Bund senkte das Finanzierungsdefizit um 3,2 Milliarden Euro auf 28,2 Milliarden Euro. Noch stärker fiel der Rückgang bei den Ländern aus, die ihr Defizit von 24,1 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf 10,0 Milliarden Euro im Jahr 2006 reduzierten.

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