Heftiger Regen und Gewitter
Deutschland drohen neue Unwetter

Im Südwesten kann es in der kommenden Woche erneut Unwetter geben. Nach den jüngsten Überschwemmungen und etlichen Todesfällen in Niederbayern fordert Umweltministerin Hendricks bessere Warnsysteme für Starkregen.

Offenbach/BerlinIn der neuen Woche drohen in Teilen Deutschlands weiter teils kräftige Schauer und Gewitter. An diesem Montag sei jedoch vorübergehend mit einer Wetterberuhigung zu rechnen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag in Offenbach mit. Lediglich westlich des Rheins sowie am Alpenrand gebe es Potenzial für unwetterartige Entwicklungen. Die Temperaturen steigen auf 18 bis 24 Grad an der Küste sowie am Alpenrand, sonst auf 24 bis 30 Grad.

Am Dienstag sei die Wahrscheinlichkeit für heftige Gewitter im Westen und Nordwesten am höchsten. Im Norden und Osten werde dagegen meist sonniges Wetter mit sommerlichen Temperaturen erwartet, sagte Lars Kirchhübel von der Wettervorhersagezentrale des DWD.

Für den Sonntag warnte der DWD für das westliche Nordrhein-Westfalen über Rheinland-Pfalz und das Saarland hinweg bis nach Baden-Württemberg vor unwetterartigen Regenmengen von über 40 Liter pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden. Tief „Friederike“ dominiere in der Südwesthälfte des Landes auch am zehnten Tag in Folge. Im Norden und Osten dagegen löste Hoch „Tobias“ die Wolken zunehmend auf. Örtlich wurden allerdings noch Wärmegewitter erwartet.

Nach den verheerenden Unwettern der vergangenen Tage mit mehreren Toten und geschätzten Milliardenschäden hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) bessere Warnsysteme für Starkregen gefordert. Die Behörden sollten sich „für akute Überschwemmungsgefahren durch Bäche und kleine Flüsse noch besser wappnen“, sagte Hendricks den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Montag. Dazu könnten neue Frühwarnsysteme gehören, aber auch neue Katastrophenszenarien für Polizei, Zivilschutz und Feuerwehr.

Für die großen Flüsse Rhein, Donau, Elbe, Oder und Weser gebe es nationale Vorsorgeprogramme, sagte die Ministerin. „Bestürzend an den jüngsten Überschwemmungen ist aber, dass sie nicht an Flüssen stattfanden, sondern sich kleine Bäche in reißende Ströme verwandelten.“ Die Politik müsse sich vorsorgend auf diese neue Situation einstellen.

In Bayern und Baden-Württemberg waren in der vergangenen Woche elf Menschen durch Hochwasser und andere Unwetterfolgen ums Leben gekommen. Besonders betroffen war der niederbayerische Landkreis Rottal-Inn. Dort verursachte die Flutwelle nach ersten Schätzungen des Landratsamts einen Schaden von mehr als einer Milliarde Euro. Mehr als 5000 Haushalte seien betroffen, etwa 500 Häuser schwer beschädigt und wohl nicht sanierbar. Rund zweihundert Brücken seien zerstört, eine Reihe von Straßen unterspült.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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afp 
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