Heftiger Streit in der CDU wegen Vorschlag zur Abschaffung des Kündigungsschutzes
Arentz: Merz verhält sich wie die Axt im Walde

Die CDU-interne Diskussion über Arbeitsmarktreformen hat sich verschärft. Der Arbeitnehmerflügel der Partei nannte die Vorschläge von Fraktionsvize Merz zum Kündigungsschutz nackte Ideologie.

HB BERLIN. Innerhalb der CDU wird weiter heftig über die Reform des Arbeitsmarktes gestritten. Der Vorsitzende der CDU-Sozialausschüsse (CDA), Hermann-Josef Arentz, wandte sich im Hörfunk des Norddeutschen Rundfunks gegen neuerliche Überlegungen von Unions-Fraktionsvize Friedrich Merz (CDU) zur vollständigen Abschaffung des Kündigungsschutzes. Arentz bezeichnete den Merz-Vorstoß als «nackte Ideologie». Merz verhalte sich in der Sozialpolitik wie «die Axt im Walde». So könne man weder mit dem Kündigungsschutz noch mit den Menschen umgehen, kritisierte der Chef des Arbeitnehmerflügels der CDU.

Merz hatte in der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» den Kündigungsschutz generell in Frage gestellt. In der Schweiz gebe es gar keinen Kündigungsschutz und Vollbeschäftigung, hatte Merz betont.

Arentz hält dagegen die jetzigen Kündigungsschutzregeln für flexibel genug. Eine Verringerung des Schutzes würde keine neuen Arbeitsplätze schaffen, sagte der CDA-Vorsitzende.

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