Deutschland
Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD)

... gewann als Vertreterin des linken Flügels der SPD nicht nur wegen ihrer Haarfarbe den Spitznamen „Rote Heidi“. Sie setzte als Entwicklungsministerin neue Akzente und wird ihren Posten vermutlich behalten.

HB BERLIN. Nicht nur wegen ihrer Haarfarbe gewann Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) früh den Spitznamen der "roten Heidi". Die heute 62-jährige Vertreterin des linken Parteiflügels wurde als Bundesvorsitzende der Jungsozialisten (1974-1977) bundesweit bekannt, später führte sie den kämpferischen SPD-Bezirk Hessen-Süd.

Im Bundestag, in den sie 1987 einzog, profilierte sie sich als europapolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Im Kampf um den SPD - Bundesvorsitz unterlag Wieczorek-Zeul 1993 in einer Mitgliederbefragung ihren männlichen Mitbewerbern, wurde aber noch im selben Jahr zur stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt.

Der rot-grünen Bundesregierung gehört Wieczorek-Zeul seit 1998 an. Seither bemühte sie sich als zuständige Ministerin, der Entwicklungspolitik neue Akzente zu verleihen. Angesichts ihres internationalen Engagements blieb dabei Kompetenzgerangel mit Außenminister Joschka Fischer (Grüne) nicht aus. Auch in einer großen Koalition soll sie ihr Amt behalten.

Als erstes Mitglied einer Bundesregierung reiste Wieczorek-Zeul 2000 ins sozialistische Kuba. Auf europäischer Ebene war sie eine der treibenden Kräfte beim Beschluss der EU-Entwicklungsminister, den Anteil der staatlichen Entwicklungshilfe am Bruttoinlandsprodukt bis 2015 auf 0,7 Prozent zu erhöhen. Davon ist Deutschland mit einem Anteil von 0,28 Prozent im vorigen Jahr aber noch weit entfernt.

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