Heiner Geißler Ex-CDU-General spricht FDP Koalitionsfähigkeit ab

Für Heiner Geißler ist die Koalitionsfrage eine entscheidende Frage für die Regierungsfähigkeit der Union. Deshalb rät der Ex-CDU-Generalsekretär seiner Partei, sich von der FDP abzuwenden.
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CDU-Urgestein Heiner Geißler. Quelle: dpa

CDU-Urgestein Heiner Geißler.

(Foto: dpa)

MünchenDie CSU hat am Freitagabend in München den 70. Geburtstag ihres Ehrenvorsitzenden Edmund Stoiber nachgefeiert. Dabei nutzte der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler eine Diskussion mit Stoiber zum Werben für Offenheit gegenüber schwarz-grünen Koalitionen. Er forderte zugleich eine öko-soziale Marktwirtschaft.

Geißler mahnte, die Union müsse über Alternativen zum derzeitigen Koalitionspartner FDP nachdenken. Es sei „nicht intelligent“ und sogar „indiskutabel“, sich weiter auf die Liberalen festzulegen. Die FDP sei schließlich „überhaupt nicht mehr da“.

Der 81-Jährige warnte, die Koalitionsfrage sei eine entscheidende Frage für die Regierungsfähigkeit der Union. Wenn die Alternative zum Bündnis mit den Liberalen nicht nur die Opposition oder eine große Koalition sein solle, müsse über die „Schnittmengen“ mit anderen Parteien nachgedacht werden.

Geißler war auf Wunsch von Stoiber eingeladen worden. Die beiden Politiker hatten früher als Generalsekretäre ihrer Parteien heftige Auseinandersetzungen ausgetragen. Stoiber versicherte jedoch, es gebe keine „offenen Rechnungen“ mehr.

CSU-Chef Horst Seehofer lobte bei dem Empfang im Konferenzzentrum der Hanns-Seidel-Stiftung, Stoiber habe für die CSU „Einzigartiges geleistet“. Die Partei sei „stolz“ auf ihren Ehrenvorsitzenden. Lächelnd fügte Seehofer hinzu, er teile allerdings die Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), dass sich Stoiber weiter pausenlos einmischen solle, „so nicht“.

Stoiber war am Mittwoch 70 Jahre alt geworden. Am 12. Oktober folgt noch ein Geburtstagsempfang der CSU-Landtagsfraktion.

  • dapd
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15 Kommentare zu "Heiner Geißler: Ex-CDU-General spricht FDP Koalitionsfähigkeit ab"

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  • Ich hoffe doch,dass die CDU nach dem Theater mit dem Euro, und ihrer Unfähigkeit "nein" zu sagen,nicht wieder gewählt wird. Sicher doch nicht mit Merkel/Schäuble ! Sehen Sie, und dann erübrigt sich doch das Thema ganz von allein, zumal die FDP nicht die Hürde schaffen wird.--
    Schäuble will Finanz sowieso an Brüssel abtreten, evtl.ernennen die einen Ungarn als Fin.Min. für Europa!-
    Aber Herr Geißler sollte Anekdoten erzählen und nicht mit erhobenen Finger sprechen! Gehört sich nicht !--

  • Sie haben noch was vergessen. Die Grünen sind vor allem eine extrem deutschfeindlich Partei.

  • Geißler, der Herz-Jesu-Sozialist würde gut daran tun, sich mal ein wenig zurück zu halten. So langsam macht dieser Mann sich lächerlich
    Wenn man nicht mehr so ganz im Film ist, sollte man auch mal mit Würde einfach abtreten

  • Sie haben es voll auf den Punkt gebracht.
    Merkel hat schon die SPD zerlegt indem sie innenpolit. nur abgetaucht war und alle Beschlüsse die gegen das Volk waren von SPD-Ministern verkünden ließ. Die bekamen ja dann auch die Quittung.
    Im Volk kam ja nur an, dass die SPD dies udn das gemacht hat, dass das gemeinsame Beschlüsse waren, hat der verdummte deutsche Michl nicht kapiert.
    Die derzeitige FDP, diese Kindergartengruppe, hat das bis heute nicht begriffen, wie das Merkel-Spiel geht.
    Nicht umsonst ist Katharina die Grpße Merkels Vorbild. Die ließ bekanntlich alle meucheln die ihr im Weg waren. Dasd geht heute nicht mehr, aber dafür wird alles was Merkel stört weg gekickt
    Frau Merkel will Macht und mit wem ist ihr völlig egel.
    Zum Schluß wird sie mit den Grünen zusammen gehen, denn da bei den vielen strammen Sozialisten und Kommunisten fühlt sie sich dann wohl

  • Zustimmung. Zudem beteiligt sich Geißler besserwisserisch und populistisch an der Demontage des Koalitionspartners, mit dem die CDU noch zwei Jahre zusammen arbeitet - und fällt damit "seiner" Partei mal wieder in den Rücken.

    Richtig aber auch, dass es wohl Koalitions-Alternativen nur auf linken Seite gibt. Und was ist von denen zu halten? Die Grünen doch wohl nicht im ernst, Herr Geißler?

    Wenn bei uns in Ostwestfalen alte Säcke nur noch dummes Zeug stammeln, bekommen sie mit der Schüppe einen vor den Kopp. Das hätte der Dummschwätzer Geißler schon lange verdient!

  • Der Coup der CDU war perfekt. Erst die FDP mit geeigneten Schachzügen gegen die unerfarenen, wie manche sagen - Bubis, in eine unvorteilhafte Position drängen und dann sehr rechthaberisch druck ausüben (und hier nicht nur auf die FDP) bis jene Bubis bei 1,8% Wahlpreferenzen enden. Das lustigste zum Schluß ist das Wort eines erfahrenen "Christdemokraten". Wer an dieses Schauspiel glaubt, ist selber schuld. Wer sich dazu äußert, wie Herr Geißler, sehr peinlich. Herr Geißler, geben Sie bitte doch keine Ratschläge, gründen Sie lieber noch eine Neo-maoistische-öko-geisel-partei und koalieren Sie mit wem Sie auch wollen. Damit machen Sie unserem demokratischem Politsinn eine große und unvergeßliche Freude.

  • Ach ja, @Ernst, Sie haben recht! Meine Gedanken waren wohl zu weit in der Vergangenheit zurückgeschweift!

  • Ein einsamer alter Mann der sich selber gern reden hört !
    Wir sollten dieses senile Geschwafel nicht zu ernst nehmen , er soll seine letzten tage genießen , lasst ihn ruhig reden .

  • Da hat der liebe Heiner eben ma laut nachgedacht!

    Gut so - denn die FDP ist nicht nur KEIN KoalitionsPARTNER, sie ist vielmehr nicht mal in der Lage Mitregierungsverantwortung zu übernehmen. Die FDP besteht aus einer Riege profilierungssüchtiger Milchbubis mit ein paar Veteranen, die zu deren Vorbilder geworden sind. Die Glanzzeiten einer FDP sind vor 2 Jahrzenten abgelaufen. Die FDP wird unter 5% bleiben und dann gehen dort berechtigt die Lichter aus.

    Bis heute hat die FDP kein einziges tragfähiges Konzept vorgelegt, was sich auch nur annähernd nachvollziehen läßt. Immer nur die leeren Phrasen, Polarisierungen und der scheinbare Versuch Stimmen aus dem rechten Rand abzuschöpfen, dass macht die Partei überflüssig.

    Fairerweise hätte Heiner aber auch über seine eigene Partei richten müssen. Deren Spitze ähnelt nämlich der FDP in puncto Regierungsfähigkeit ebenso, weil sie von einer machtbesessenen Person besetzt ist, deren einziges Ziel die Wiederwahl auf den Thron zu sein scheint.

    FDP und CDU/CSU schlingern kurslos und ohne Kompass bis zu ihrem Untergang im Jahr 2012 spätestens 2013. Alle Streitereien von Heute sind hilflose Versuche zu überleben. Deutschland braucht in Krisenzeiten eine stabile Führung, die es nicht hat.

  • Pardon, hat die CDU überhaupt eine Richtung? diese Partei geht dank A. Merkel seit 2005 mit jeder anderen Partei ins Bett, wenn sie an die Regierung kommen kann.

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