"Hektisches Treiben in den Rechnungslegungsabteilungen"
DSW: Maut-Risiken müssen in Bilanzen auftauchen

Nach Angaben der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) müssen die am Maut-Konsortium Toll Collect beteiligten Firmen Daimler-Chrysler und Deutsche Telekom die Schadensersatzforderungen des Bundes noch in ihren Bilanzen einarbeiten.

HB BERLIN. „Die möglichen Risiken müssen noch berücksichtigt werden“, sagte DSW-Chef Ulrich Hocker am Dienstag in Berlin. Dies werde wohl bis zu den Testaten der Wirtschaftsprüfer geschehen. „Ich gehe davon aus, dass es jetzt ein hektisches Treiben in den Rechnungslegungsabteilungen gibt.“ Die DSW werde die Verantwortlichkeit der Vorstände bei dem Desaster prüfen. Die Maut-Pleite werde zu einem beträchtlichen Image-Schaden für die beteiligten Unternehmen und die Hochtechnologie-Industrie in Deutschland, hieß es weiter.

Dem Bund entstehen nach eigenen Angaben durch die Verzögerung bei der Maut Einnahmeausfälle von mehreren Mrd. €, die er von Toll Collect erstattet bekommen will. Am Dienstagmorgen hatte Verkehrsminister Manfred Stolpe angekündigt, den Vertrag mit dem Konsortium zu kündigen und das Maut-System neu auszuschreiben. Toll Collect hat aber noch eine vertraglich zugesicherte Frist von zwei Monaten, um sein Angebot nachzubessern.

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