Helmut Kohl Gesundheitszustand des Altkanzlers „ernst“

Er sei „ansprechbar“, sein Gesundheitszustand „gleichwohl ernst“: Altkanzler Helmut Kohl liegt nach mehreren Operationen weiter in einer Klinik. Ursprünglich hatte er sich einer Hüftoperation unterziehen müssen.
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Altkanzler Kohl ist nach mehreren Operationen weiterhin nicht auf dem Weg der Besserung. Quelle: AFP
Helmut Kohl

Altkanzler Kohl ist nach mehreren Operationen weiterhin nicht auf dem Weg der Besserung.

(Foto: AFP)

BerlinAltkanzler Helmut Kohl ist nach mehreren Operationen nicht auf dem Weg der Besserung. Sein Berliner Büro teilte am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit, der 85-Jährige sei seit seinem orthopädischen Eingriff - einer Hüftoperation - Anfang Mai weiterhin in medizinischer Behandlung in einer Klinik.

„Es sind nach dem Ersteingriff leider weitere medizinische Behandlungen notwendig geworden.“ Es herrsche weiter Zuversicht, dass die Genesung gelinge. Er sei auch ansprechbar. „Der Gesundheitszustand ist gleichwohl ernst“, hieß es in der schriftlichen Erklärung.

„Merkel konnte ja nicht mit Messer und Gabel essen“
Keine Manieren
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„Frau Merkel konnte ja nicht richtig mit Messer und Gabel essen. Sie lungerte bei den Staatsessen herum, so dass ich sie mehrfach zur Ordnung rufen musst.“

Zitat aus dem „Spiegel“

Diese und weitere Zitate hat Heribert Schwan an die Öffentlichkeit gegeben
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Kohls Ghostwriter verfasste die Memoiren des Altbundeskanzler, die unter dem Titel „Kanzler der Einheit“ erschienen sind. Von 2001 bis 2002 zeichnete der WDR-Journalist die Gespräche mit Kohl auf – in 105 Sitzungen kam er auf über 600 Stunden Material. In den Gesprächsprotokollen soll Kohl deutliche Worte für seine Parteifreunde gefunden haben, Schwan veröffentlicht einen Teil der Gesprächsprotokolle in seinem Band „Vermächtnis. Die Kohl-Protokolle“. Das Nachrichtenmagazin der „Spiegel“ zitiert daraus vorab in seiner aktuellen Ausgabe.

Friedrich Merz und Angela Merkel im Bundestag 2000:
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Über die beiden soll Kohl gesagt haben „Die Merkel hat keine Ahnung, und der Fraktionsvorsitzende ist ein politisches Kleinkind.“

Ein Verräter und eine Null
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„Das ist ein ganz großer Verräter. Gleichzeitig ist er auch eine Null.“

Das soll Kohl in den Gesprächen mit dem WDR-Journalisten Schwan über den Ex-Bundespräsidenten Wulff gesagt haben.

Ex-CDU-Generalsekretär Heiner Geißler
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Kohl soll seinen damaligen Generalsekretär Geißler als „hinterfotzig“ bezeichnet haben – ebenso wie Arbeitsminister Norbert Blüm und Finanzminister Gerhard Stoltenberg. Die Partei habe Kohl in Freunde und Feinde eingeteilt, schwarz und weiß, etwas dazwischen habe es kaum gegeben.

Altbundeskanzler Kohl und sein damaliger Sozialminister Norbert Blüm
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So harmonisch wie in diesem Foto 1997 war das Verhältnis offenbar nicht. „Da muss bei Blüm das Wort rein: Verräter. In irgendeiner Form“, so Kohl. In den Memoiren hieß es schließlich, es sei falsch gewesen, bis zum Ende an Blüm als Minister festzuhalten. Und: „Im Lichte der Ereignisse frage ich mich heute, wie ich mich so in seinem Charakter täuschen konnte.“

Norbert Blüm, hier beim CDU-Bundesparteitag im Jahr 2000
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Der ehemalige Sozialminister wollte nicht inhaltlich auf Kohls Tirade eingehen: „Auf dem Niveau diskutiere ich nicht“, sagte er dem Handelsblatt (Dienstagsausgabe).

Nach der Hüftoperation hatte sich Kohl einer Darmoperation unterziehen müssen. Bereits bei einem Sturz nach einer Knie-Operation 2008 hatte der langjährige CDU-Vorsitzende (1973 bis 1998) und Bundeskanzler (1982 bis 1998) ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Seither ist er auf einen Rollstuhl angewiesen und kann nur schwer sprechen.

  • dpa
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