Helmut Panke erkennt Schritt in die richtige Richtung
BMW-Chef : "Jetzt kommt die Nagelprobe"

Nach Meinung von BMW-Vorstandschef Helmut Panke hat der Kanzler mit seiner Regierungserklärung heute wichtige Impulse gegeben. Allerdings bleibt Panke skeptisch und fordert von der Regierung nun auch die Umsetzung der heute angekündigten Maßnahmen.

HB DÜSSELDORF. "Die Rede geht in die richtige Richtung, mehr Eigeninitiative weniger Staat. Aber es kommt jetzt zur Nagelprobe. Wir müssen Taten zur Umsetzung sehen", sagte Helmut Panke in München. "Es darf nicht wieder nur eine Absichtserklärung sein."

"Es können aber nicht nur Leistungen gekürzt werden. Die Einsparungen müssen auch wieder bei den Menschen und der Wirtschaft ankommen. Wir brauchen eine allgemeine positive Aufbruchstimmung. Es müssen Arbeitsplätze geschaffen werden. Dafür brauchen wir eine Vorwärtsorientierung. BMW hat im vergangenen Jahr 3 280 neue Arbeitsplätze geschaffen und stellt auch in diesem Jahr ein. Aber das muss eine Stimmung im ganzen Land sein. Wenn die Menschen nur schauen und nicht einkaufen, nützt das der Wirtschaft nichts.

Die Lockerung des Kündigungsschutzes treffe nach Meinung von Panke hauptsächlich die mittleren und kleineren Betriebe. "Für BMW ändert sich nichts wesentliches. Für uns ist Flexibilität wichtig, wie wir sie seit 1986 praktizieren mit dem Entkoppeln von Maschinenlaufzeiten und persönlicher Wochenarbeitszeit. Im neuen Werk werden die Maschinen zwischen 60 und 140 Stunden in der Woche laufen, je nach Bedarf. Auf diese Flexibilität kommt es uns an."

Die versteckte Kritik des Kanzlers an den Unternehmen kann Panke jedoch nicht nachvollziehen: "Unternehmer übernehmen durch ihre Arbeit genug Verantwortung. Ich weiß bei der Forderung des Kanzlers nach mehr Verantwortung der Unternehmen für das Gemeinwohl nicht so genau, was er damit konkret meint."

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