Hessen
SPD-Ruf nach Ypsilantis Rücktritt

In der hessischen SPD wird der Ruf nach einem Rückzug von Parteichefin Andrea Ypsilanti laut. Der Unterbezirk Main-Kinzig habe Ypsilanti und den gesamten Landesvorstand zum Rücktritt aufgefordert, heißt es in einem Medienbericht.

HB WIESBADEN. Wie der Hessische Rundfunk berichtet, hat dies der Unterbezirk bei einer Sondersitzung am Dienstag vergangener Woche einstimmig beschlossen.

In einem Schreiben an Ypsilanti, aus dem der HR zitierte, heißt es demnach: „Wir bitten den gesamten Landesvorstand, der Verantwortung für die hessische SPD gerecht zu werden und die Konsequenzen aus dem Debakel zu ziehen.“ Die Parteiführung müsse den Weg für einen personellen Neuanfang freimachen. Ein „Weiter so“ könne es nicht geben.

Auch der frühere hessische SPD-Chef Gerhard Bökel kritisierte Ypsilanti, weil sie trotz der gescheiterten Regierungsübernahme an der Spitze von Partei und Fraktion bleibt. „Ich hätte politisch auch die Verantwortung gezogen“, sagte Bökel der „Frankfurter Rundschau“. Das habe nichts mit „persönlicher Schuld“ zu tun, sondern mit der Notwendigkeit eines Neuanfangs. „Ich verstehe nicht, warum sie Thorsten Schäfer-Gümbel nicht wenigstens den Fraktionsvorsitz überlässt“, sagte Bökel.

Ypsilanti hatte am vergangenen Wochenende den weithin unbekannten Schäfer-Gümbel als SPD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 18. Januar bestimmt. Zugleich machte sie deutlich, dass sie den Vorsitz von Partei und Landtagsfraktion behalten will. Schäfer-Gümbel hat bisher kein herausgehobenes Amt in der Landespartei.

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