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04.12.2008 
Umfrage

Hessen-SPD stürzt ab

Die hessische SPD ist gut sechs Wochen vor der Landtagswahl in Hessen in der Wählergunst steil abgestürzt. Doch auch für den geschäftsführenden Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) zeichnen sich Probleme ab.

HB WIESBADEN. Die Partei von Andrea Ypsilanti liege derzeit bei nur noch 23 Prozent, vier Punkte weniger als Anfang November, ermittelte Infratest dimap für den Hessischen Rundfunk. Bei der sogenannten Sonntagsfrage nach der Parteienpräferenz ergab sich eine schwarz-gelbe Mehrheit von CDU (41 Prozent) und FDP (13 Prozent). Die Grünen kämen nach Angaben vom Donnerstag auf 14 Prozent, die Linkspartei auf sechs Prozent.

Bei der Landtagswahl am 28. Januar hatte die CDU 36,8 Prozent erreicht, die SPD 36,7 Prozent, die FDP 9,4 Prozent, die Grünen 7,5 Prozent und die Linkspartei 5,1 Prozent.

Nach Ypsilantis gescheitertem Griff nach der Regierungsmacht mit Hilfe der Linken sprachen sich 72 Prozent für den Rücktritt der SPD - Chefin von allen Spitzenämtern aus. Dem neuen SPD-Kandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel macht noch sein geringer Bekanntheitsgrad von 33 Prozent zu schaffen. Im direkten Duell mit Ministerpräsident Roland Koch lag Schäfer-Gümbel mit 31 zu 45 Prozent hinten. In Hessen wird am 18. Januar 2009 ein neuer Landtag gewählt.

Probleme zeichneten sich auch für Koch ab. Zwar erklärten 60 Prozent, er habe die Übergangsregierung gut geleitet. Doch immerhin 53 Prozent meinten, es sei Zeit, dass der fast zehn Jahre amtierende Regierungschef abgewählt werde. In der zusammenfassenden Frage, welche Partei die wichtigsten Probleme Hessens besser lösen könne, lag die Union mit 42 zu 21 Prozent klar vor den Sozialdemokraten. (Infratest dimap hatte vom 28. November bis 2. Dezember 1000 Wahlberechtigte in Hessen befragt. Fehlerquote: 3,1 Punkte für die großen und 1,4 Punkte für die kleinen Parteien.

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