Hessen und Sachsen stark betroffen
105 Bundeswehrstandorte vor dem Aus

Die Bundeswehr muss 105 von ihren rund 500 Standorten schließen, das haben Verteidigungsminister Peter Struck und die Spitzen von Bundeswehr und Ministerium auf einer Klausur in Bonn beschlossen. Besonders betroffen sollen Hessen und Sachsen sein.

HB BERLIN. Nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ werden etwa 30 Garnisonen mit jeweils mehr als 1000 Soldaten geschlossen. Nähere Angaben über die bevorstehenden Änderungen wollte Strucks Sprecher Norbert Bicher nicht machen. Der Minister will die Ergebnisse an diesem Dienstag in Berlin bekannt geben. Die vertrauliche Klausurtagung werde nun aufgearbeitet und die zuständigen Politiker sowie die Truppe informiert, sagte der Ministeriumssprecher. An der knapp dreitägigen Konferenz in Bonn hatten auch die Inspekteure der Teilstreitkräfte teilgenommen.

Das Ministerium hatte in der vergangenen Woche erklärt, kein Bundesland werde von den Schließungen verschont bleiben. Besonders stark betroffen sollen Hessen und Sachsen sein. Aus Sicht der Union ist Deutschland mit der jetzt verfügten Schließung weiterer Standorte im Notfall nicht mehr ausreichend abwehrbereit.

Mit der Entscheidung vollzieht Struck den zweiten Schritt der angestrebten Verkleinerung der Bundeswehr. Die Standorte werden geschlossen, weil die Bundeswehr von 285 000 auf 250 000 Soldaten und von rund 120 000 auf 75 000 Zivilbeschäftigte reduziert wird. Strucks Vorgänger Rudolf Scharping hatte die Reform eingeleitet und 2001 beschlossen, die Zahl der Standorte von 609 auf 505 zu verringern. Diese Maßnahme ist noch nicht abgeschlossen. Gegenwärtig verfügt die Bundeswehr noch über rund 570 Garnisonen.

Seite 1:

105 Bundeswehrstandorte vor dem Aus

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%